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Mehrfamilienhäuser in Planung In Ganderkesee fehlt Wohnraum

Von Kristina Müller | 10.08.2017, 08:27 Uhr

In Ganderkesee fehlt es an Wohnraum – besonders an bezahlbarem. Abhilfe sollen die neuen Baugebiete schaffen.

Die Zahl der Haushalte in Ganderkesee soll bis 2030 stetig zunehmen. Das geht aus einem Wohnraumversorgungskonzept hervor, das vom Landkreis Oldenburg aufgestellt wurde.

Aus diesem Konzept ergebe sich, dass in Ganderkesee Wohnraum fehle, so Peter Meyer, Fachbereichsleiter für Gemeindeentwicklung der Gemeinde Ganderkesee. Vor allem im günstigeren Preissegment beziehungsweise für Bürger, die einen Anspruch auf eine Sozialwohnung haben, sei das Angebot nicht ausreichend.

Drei neue Baugebiete

„Wir sind dabei, neue Baugebiete auszuweisen, in denen voraussichtlich auch Mehrfamilienhäuser mit öffentlich geförderten Wohnungen entstehen sollen“, betont Meyer. Der Bebauungsplan für das Baugebiet Bargup in Bookholzberg sei bereits in Kraft – dort müsse nun noch die Erschließung erfolgen.

Auch in Ganderkesee sind zwei neue Gebiete geplant. Im Herbst soll der Plan für den Bereich südlich der Oldenburger Straße in Kraft treten. Dort sind etwa 50 bis 60 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser sowie neun Flächen für Mehrfamilienhäuser mit 50 bis 60 Wohnungen eingeplant.

Geschosswohnungen stark nachgefragt

Der Bebauungsplan für das Baugebiet westlich des Brüninger Wegs könnte womöglich schon Ende dieses Jahres in Kraft treten. In dem eher kleinen Baugebiet könnten insgesamt 15 bis 20 Wohneinheiten in Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern entstehen.

Fleißig gebaut wird dagegen schon auf der Köhlerwiese an der Bergedorfer Straße. Mehrfamilienhäuser mit einer fast dreistelligen Anzahl von Wohnungen sollen laut Meyer dort entstehen.

Das kommt der Nachfrage aus der Bevölkerung sehr entgegen: „Anders als in vielen Jahren zuvor gibt es hier jetzt doch eine verstärkte Nachfrage nach Geschosswohnungsbau“, so Meyer. Auch in der Rathausstraße entstehen gerade zwei Häuser mit insgesamt 15 Wohnungen in zentraler Lage.

„Ältere Wohnungsbestände wichtig“

„Das Bauen von Wohnungen ist in den letzten Jahren erheblich teurer geworden “, merkt Meyer an. „Umso wichtiger sind dann auch ältere Wohnungsbestände, in denen man durchaus noch günstiger mieten kann als bei Neubauten.“ Diese seien sowohl im Ganderkeseer Ortskern, beispielsweise an der Uhlandstraße, als auch in Bookholzberg zu finden. „Die älteren Wohnungsbestände spielen eine wichtige Rolle. Da kann man am ehesten den sogenannten bezahlbaren Wohnraum finden“, so der Fachbereichsleiter.

Zudem gebe es in Ganderkesee eine hohe Zahl an privaten Vermietern, über die ebenfalls günstigere Wohnungen zu finden seien.