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Mehrheitliches Votum im Ausschuss Bürgschaft für Schießsporthalle in Hoyerswege zugestimmt

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 03.05.2017, 22:50 Uhr

Grünes Licht seitens der Gemeinde für den Schützenverein Hoyerswege und die Vereine aus der unmittelbaren Nachbarschaft: Die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses haben sich am Mittwochabend mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen der Grünen dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde eine Bankbürgschaft für den Neubau einer Schießsportanlage in Hoyerswege übernehmen soll.

Wie berichtet soll ab Frühjahr 2018 am Holzkamper Damm eine Schießsportanlage mit vier Luftgewehrständen entstehen. Geschätzte Kosten: rund 561.000 Euro. 50.000 Euro kommen von der Gemeinde Ganderkesee. Weitere Mittel steuern Landessportbund, Landkreis Oldenburg und Schützenverein bei. Eingerechnet sind außerdem Spenden und Eigenleistungen, sodass am Ende noch ein Betrag in Höhe von 125.000 Euro offen bleibt. Diese Summe muss der Verein als Darlehen aufnehmen.

Grundschuld wird eingetragen

Das ist jetzt auch möglich, weil nach dem mehrheitlichen Ausschussvotum die Gemeinde eine Ausfallbürgschaft bis zu einer Höhe von 62.500 Euro übernimmt. Und weil zur Sicherung der restlichen Darlehenssumme, ebenfalls in Höhe von 62.500 Euro, die Eintragung einer Grundschuld in das Erbbaugrundbuch bewilligt wurde. Laut Marion Daniel, Fraktionschefin der FDP, ist die Rechnung in sich schlüssig. Es handele sich auch nicht um ein Novum: Beim TSV Ganderkesee und beim Bookholzberger Turnerbund sei ebenso verfahren worden.

Gegen weitere Sozialpädagogen

Mehrheitlich haben sich die Ausschussmitglieder außerdem dafür ausgesprochen, zunächst keine weiteren Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an den Grundschulen einzurichten. Damit konnten sich die Grünen allerdings nicht anfreunden. Ratsherr Jens Volbert hatte vielmehr beantragt, dass mit Ausnahme der Grundschule Habbrügge an den anderen Schulen täglich Sozialpädagogen für die Sozialarbeit zur Verfügung stehen sollen. Das ist derzeit nur in Heide der Fall – in Bookholzberg und Schierbrok an vier Tagen, an der Langen Straße und an der Dürerstraße jeweils an zweieinhalb Tagen und in Habbrügge an einem Tag.

In der Verantwortung des Landes

Im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis sei die Situation in der Gemeinde Ganderkesee sehr gut, hieß es im Ausschuss. Abgesehen davon liege die Schulsozialarbeit seit Mitte Dezember 2016 in der Verantwortung des Landes. Sollte Niedersachsen mittelfristig keine zusätzlichen Stellen für Sozialpädagogen an den Ganderkeseer Grundschulen einrichten, werde die Thematik erneut beraten.