Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Mehrheitliches Votum im Kreisausschuss Kreisel auf B213 in Havekost ist vorerst vom Tisch

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 25.05.2016, 17:12 Uhr

Die Kreuzung B213/Havekoster Straße/Harpstedter Straße in Havekost wird vorerst nicht zu einem Kreisverkehr umgebaut. Dafür haben sich die Mitglieder des Bau-, Straßen- und Brandschutzausschusses am Dienstag im Wildeshauser Kreishaus mehrheitlich ausgesprochen.

Der Bund als Straßenbaulastträger hatte bereits Anfang des Jahres mitgeteilt, dass es keine Notwendigkeit für einen Kreiselbau gebe. Der Knotenpunkt werde nicht mehr als Unfallhäufungsstelle geführt. Außerdem seien die Kosten für den Landkreis zu hoch – vor allem vor dem Hintergrund, dass sich der Straßen- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Ganderkesee im Februar dieses Jahres gegen eine Übernahme des Kostenanteils des Bundes ausgesprochen hatte. Die geschätzten Gesamtkosten in Höhe von rund einer halben Million Euro könne der Landkreis nicht übernehmen, da andere Straßen und Radwege auf der Prioritätenliste stünden.

Langfristig wird an Kreisel-Idee festgehalten

Gleichwohl soll der Kreuzungsbereich in den nächsten drei Jahren weiter überprüft werden. Kommentar von CDU-Fraktionschef Günter Westermann aus Meierhafe: „Langfristig gesehen halten wir aber an einem Kreisverkehr fest“. Er monierte das immer höher werdende Verkehrsaufkommen in dem Bereich der Bundesstraße, in dem es seit Februar ein Tempo-70-Limit gibt. Es sei zunehmend schwieriger, über die Straße zu fahren – vor allem mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Und auch Ausschussvorsitzender Ernst-August Bode (FDP) meinte trotz des Abstimmungsergebnisses: „In Wirklichkeit gibt es wohl keinen, der sich in Havekost keinen Kreisel wünschen würde.“