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Mindestens 25 Krippenplätze fehlen Verwaltung erwägt mobile Krippenräume in Ganderkesee

Von Katja Butschbach | 28.01.2015, 08:04 Uhr

Mit der Schaffung von zwei neuen Krippengruppen im Ort befasst sich Donnerstagabend der Sozialausschuss. Ein bereits 2014 diskutierter Anbau am Marderweg wird konkreter.

Aufgrund der Anmeldesituation in den Kitas sollen nun aus Sicht der Verwaltung kurzfristig zwei neue Krippengruppen im Ort Ganderkesee entstehen. Die Gemeinde zieht auch mobile Räume für Krippengruppen in Erwägung. Die Standorte sollten dabei laut Verwaltung so ausgewählt werden, dass sie eine Anbindung an die künftige oder eine vorhandene Krippe bieten. Wo auch immer neu gebaut wird: Die Bauweise solle Optionen für eine stufenweise Erweiterung bieten.

Anbau an Jona-Kita vorgeschlagen

Das Rathaus schlägt einen Anbau an den Jona-Kindergarten für eine neue Krippengruppe vor. Der Sozialausschuss soll das Thema am Donnerstag diskutieren.

Hintergrund ist, dass in der Gemeinde Ganderkesee nicht genügend Krippenplätze vorhanden sind: Nach der letzten Diskussion des Themas im vergangenen Jahr liegen nun die Anmeldezahlen in den Kitas für das Kindergartenjahr 2015/16 vor.

In der Kita Habbrügger Weg sind 30 Krippenplätze genehmigt; außerdem gibt es nachmittags in einer altersübergreifenden Gruppe fünf Krippenplätze. Insgesamt fehlen in der Kita 24 Krippenplätze: 16 Krippenkinder haben ihren Rechtsanspruch auf den Krippenplatz ab dem 1. August; die übrigen neun zum 1. Oktober und später. In der Krippe Sonnenblume, getragen vom Förderverein, fehlt ein Krippenplatz.

Weitere Krippen-Anmeldungen erwartet

Die Gemeinde geht davon aus, dass im Laufe des Kindergartenjahres weitere Anmeldungen folgen. Auch müsse bedacht werden, dass die maximale Gruppengröße auf zwölf Kinder sinkt, sobald in einer Krippengruppe mehr als sieben Kinder unter zwei Jahren betreut werden.

Zur gemeindeweiten Betrachtung erläutert die Verwaltung, dass in Bergedorf zum letzten Kindergartenjahr eine altersübergreifende Gruppe mit fünf Plätzen eingerichtet wurde. Frei werdende Plätze werden hier direkt wiederbesetzt.

Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen angedacht

Angesichts dieser Situation seien nur kurzfristig umsetzbare Maßnahmen geeignet, so die Gemeinde. Zum Jona-Kindergarten waren bereits zwei Varianten von der Politik kontrovers diskutiert worden (dk berichtete).

Die Kirche favorisiere für den evangelischen Jona-Kindergarten einen Anbau auf dem Parkplatz – dieser würde rund 495000 Euro kosten, wovon die Gemeinde 333000 Euro zu tragen hätte. Die Alternative wäre eine Aufstockung – dadurch käme es aber laut Kirche zu einer Störung im laufenden Betrieb der Kita. Eine Aufstockung würde 387000 Euro kosten – der Eigenanteil der Gemeinde würde bei 225000 Euro liegen.

Über die Entscheidung zwischen beiden Varianten hinaus steht auch noch der Anbau einer Krippengruppe mit Mehrzweckraum im Montessori-Kinderhaus zur Diskussion.