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Mit Krankenwagen nach Afrika Drei junge Ganderkeseer fahren Hilfsgüter nach Afrika

Von Tina Spiecker | 19.06.2015, 19:40 Uhr

Gefahrlos ist es nicht, das Vorhaben der drei Ganderkeseer. Und doch überwiegt die Neugier und Vorfreude: Mit einem ausgedienten Krankenwagen wollen Tim Schwager (30), Sören Scheer (29) und Annika Poetzsch (27) von Hoyerswege bis nach Gambia fahren.

Das Fahrzeug, gefüllt mit Hilfsgütern, soll dort der der Organisation Riverboat-Doctors-International (RDI) übergeben werden. Heute starteten die drei Freunde nun, zehn bis zwölf Tage lang werden sie unterwegs sein.

„Wenn alles gut geht, nehmen wir am Sonntag um 10 Uhr die Fähre rüber nach Afrika“, sagt Tim Schwager, dessen Vater Uwe schon seit Jahren das soziale Projekt in Buniadu (Gambia) unterstützt.

Zum Abschied mit gemischten Gefühlen waren heute Nachmittag Familie und Freunde gekommen. Denn die Strecke, die unter anderem durch Westsahara, Mauretanien und den Senegal führt, birgt Gefahren, auf die sich die drei so gut es geht vorbereitet haben. „Annika muss als Frau besonders darauf achten, welche Kleidung sie trägt. Und sie darf nicht zuerst das Wort ergreifen“, nennt Uwe Schwager Beispiele. „Wir werden es vermeiden, in die Städte zu fahren. Außerdem haben wir genügend Bargeld dabei“, sagt sein Sohn Tim. Gefahren wird abwechselnd. Einer der Drei soll während der Fahrt auf einer Liege schlafen können. Viel Platz ist in dem 25 Jahre alten Ford Transit indes nicht: Bis zum Dach wurde jeder Zentimeter ausgenutzt, um Hilfsgüter unterzubringen.