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Mitmachparcours informiert über Risiken Ganderkeseer Schüler erhalten klare Sicht auf Suchtmittel

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 24.05.2016, 21:21 Uhr

Über die legalen Suchtmittel Alkohol und Tabak aufklären und bei der Zielgruppe – Siebt- und Achtklässler – eine kritische Haltung dazu erzeugen, das sind die Ziele des am Dienstag neu aufgegriffenen Projekts „Mitmachparcours“ der Ganderkeseer Gemeindejugendpflege.

Unterstützung finden die Geschäftsführerin des Ganderkeseer Präventionsrates Hille Krenz und Maria Rüschendorf (Fachstelle Sucht der Diakonie im Kreis Oldenburg) dabei in den Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

„Wir haben den interaktiven ,KlarSicht-Mitmach-Parcours‘ zu Tabak und Alkohol angeschafft“, erläuterte Krenz am Dienstagabend bei einer Sitzung des Präventionsteams.

Viele Infos in nur einem Koffer

In nur einen Koffer passt das Angebot aus Tafeln, Dekogegenständen und Infomaterial, das die Jungen und Mädchen an Ganderkeseer Schulen dabei unterstützen soll, die Gefahren von Alkohol- und Zigarettenkonsum klarer zu erkennen.

Echte Freundschaft oder nur die gemeinsame Lust am Saufen?

Schätzfragen, Möglichkeiten zur Mitgestaltung aber auch die Fragestellung „Warum treffen die Schüler sich und mit wem? Liegt es an echten gemeinsamen Interessen oder nur am gemeinsamen Saufen?“ fördern dabei das Nachdenken über die Suchtpotenziale, beschrieb Krenz die Absicht. Auch eine altersgerechte Vermittlung von Wissenswertem rund um den Tabak- und Alkoholgenuss steht dabei auf dem Plan. So dürfen Schüler durch die „Rauschbrille“ die verzehrte Wahrnehmung eines Betrunkenen ganz nüchtern erleben. „Natürlich geht es auch ums Geld“, so Krenz weiter.

Viel Geld nötig für den „blauen Dunst“

Rund 1500 Euro gehen laut der Gemeindejugendpflegerin pro Jahr buchstäblich in Rauch auf, wenn man nur eine Schachtel Zigaretten pro Tag konsumiert. „Das ist Geld, das Jugendliche lieber in einen Motorroller oder Urlaub investieren möchten“, betonte sie. Neben den Ganderkeseer Schulen können sich auch Vereine mit Mitgliedern der entsprechenden Altersgruppe den Koffer und das Personal „ausborgen“.

Jetzt für Prävention anmelden

Hille Krenz nimmt Anfragen unter der Nummer (04222) 44404 sowie unter der E-Mail h.krenz@ganderkesee.de entgegen.