Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Mittel für Wallheckenpflege Geld für Kampf gegen Insektensterben im Kreis Oldenburg

Von Thorsten Konkel | 01.11.2018, 19:22 Uhr

Ganderkesee/Landkreis Oldenburg Um Wallhecken langfristig zu erhalten, finanziert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auch 2018/2019 die Pflege und Sanierung von Wallhecken, darunter auch im Landkreis Oldenburg.

Wallhecken bieten vielen nützlichen Insekten Lebensraum, tragen zur Verbesserung des Kleinklimas bei und gehören zum jahrhundertealten Kulturgut der Menschheit. Um sie langfristig zu erhalten, finanziert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auch 2018/2019 die Pflege und Sanierung, darunter auch im Landkreis Oldenburg.

118.000 Euro im Fördertopf

Dazu stehen 118000 Euro aus Landesmitteln sowie von der Europäischen Union bereit. Antragsberechtigt sind Wallheckenbewirtschafter, die Eigentümer einer Wallhecke sind. Aber auch Pächter dürfen mit dem Einverständnis der Eigentümer mitmachen. Anträge können bis zum 15. Januar beim NLWKN Brake-Oldenburg, Ratsherr-Schulze-Straße 10, 26122 Oldenburg, gestellt werden. Die zu fördernden Maßnahmen legt eine Kommission aus drei Fachleuten der Landwirtschaft und des Naturschutzes mit dem Bewirtschafter fest. Gefördert werden etwa ein Rückschnitt der Wallheckengehölze, die Aufschüttung verflachter Wälle oder die Bepflanzung straucharmer Wälle. Gezahlt werden dafür 12,50 Euro pro laufendem Meter gepflegter Wallhecke. Die Mindestlänge beträgt 200 Meter Wallhecke pro Antrag. Das Schutzprogramm läuft erfolgreich im Oldenburger Land. Seit 2013 wurden dadurch rund 29,5 Kilometer an Wallhecken erhalten.

Gemeinde Ganderkesee schafft Wallheckenpark

Auch die Gemeinde Ganderkesee setzt sich für den Erhalt ein. In Birkenheide soll 2019 sogar ein Wallhecken-Park entstehen. Für 400.000 Euro wird auf Anregung des örtlichen Experten Georg Müller auf 1,4 Hektar Fläche die Vielfalt der Feldeinfriedungen gezeigt werden. 150.000 Euro der Summe werden aus diversen Fördertöpfen erwartet.