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Modellprojekt beim DRK Harpstedt DRK testet Pflege per Video und Virtual-Reality-Brille

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 09.05.2017, 15:29 Uhr

Das DRK Harpstedt erprobt die Telepflege. Fachkräften werden mit innovativer Technik einschließlich Virtual-Reality-Brille Fahrten zum Kunden erspart.

Das DRK-Seniorenzentrum in Harpstedt und der ambulante Dienst des DRK „Pflegeschwestern in Harpstedt“ haben sich auf ein innovatives Experiment eingelassen. Mit der in Wittmund ansässigen Vita-Akademie starten die DRK-Einrichtungen in das Projekt „Telepflege“. Das gemeinsame Ziel ist die Entwicklung, Erprobung und Auswertung eines modernen, technisch unterstützten Pflegemodells, um die Gesundheits- und Pflegedienstleistungen im ländlichen Raum sicherzustellen und zu verbessern.

Videotechnik und Virtual-Reality-Brille

Die Pflegefachkräfte im ländlichen Raum sollen von den zeitaufwendigen Fahrten zu den Pflegebedürftigen entlastet werden. Die Hilfskräfte und pflegenden Angehörigen am Einsatzort werden beispielsweise von der Pflegefachkraft mit Videoübertragung und einer Virtual-Reality-Brille angeleitet und unterstützt.

Modellprojekt für Europa

Erprobt wird das alles mit den Mitarbeitern und Kunden der Harpstedter Einrichtungen und einem weiteren Kooperationspartner in Brake. „Wir sind sehr froh, dass wir einen solch kompetenten, offenen Partner gewinnen konnten, der mit uns diesen Test wagt“, sagt Projektleiterin und Vita-Geschäftsführerin Melanie Philip. Aus dem Europäischen Sozialfonds fließen 180000 Euro Fördergeld in das 300000-Euro-Projekt. „Angesichts der Herausforderungen, vor die uns der demografische Wandel besonders in den ländlichen Räumen stellt, benötigen wir innovative neue Ansätze“, sagt die niedersächsische Staatssekretärin Birgit Honé.