Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Modernisierung und Erweiterung geplant Heike und Ulf Thiemann übernehmen Jägerklause in Ganderkesee

Von Thomas Deeken | 15.01.2016, 19:19 Uhr

Wechsel in der Jägerklause: Heike und Ulf Thiemann haben zum 1. Januar dieses Jahres das Akzent-Hotel Zur Jägerklause in Neddenhüsen von Anke und Walter Thiemann übernommen.

Das Ehepaar hat einige Umgestaltungspläne, doch die sollen erst ab Aschermittwoch über das Jahr hinweg und ohne Einschränkungen für die Gäste umgesetzt werden. Schließlich haben die beiden Festwirte des Faschings bis dahin reichlich mit der Gastronomie rund ums närrische Treiben in Ganderkesee zu tun.

Gastronomie mit neuem Namen

Danach, so der neue Inhaber, sollen Teilbereiche des Gebäudes saniert und modernisiert werden. Aber so, dass die Gäste das Haus mit Tradition nach wie vor wiedererkennen. Außerdem plant er gemeinsam mit seiner gleichaltrigen Frau, die bereits seit zwei Jahren die Geschäfte des Betriebes führt, das Hotel zu erweitern – „erst einmal auf 50 Betten“, so der 43-Jährige. „Und dann sehen wir Schritt für Schritt weiter.“ Eine Neuerung gibt es bereits: Wer zu Thiemanns geht, ist inzwischen offiziell im Akzent-Hotel Thiemann und Restaurant Zur Jägerklause zu Gast.

Beginn mit kleiner Kneipe von Otto Bremermann

Am 6. Dezember 1959 hatte der damalige Landwirt Otto Bremermann in einem Teil seines landwirtschaftlichen Betriebes eine kleine Kneipe eingerichtet und sie als begeisterter Jäger Jägerklause genannt. Als 1963 das Stallgebäude abgebrannt war, entstanden die ersten Hotelzimmer mit zehn Betten. Ein Jahr später heiratete Anke Bremermann, Tochter von Martha und Otto Bremermann, Walter Thiemann. Beide übernahmen Gasthaus und Hotel im Februar 1966 und führten es bis zum Ende des vergangenen Jahres.

Vom Gläsereinsammler zum Chef

Jetzt ist Sohn Ulf, gelernter Koch, Hotelkaufmann und Restaurantfachmann Inhaber. Ehefrau Heike, ursprünglich gelernte Reiseverkehrskauffrau und lange Zeit selbstständig im Versicherungsfach tätig, bleibt weiterhin Geschäftsführerin „und somit die Seele des Hauses“, so der 43-Jährige.

„Wir sind aber beide in der Gastronomie groß geworden“, sagt Heike Thiemann, Mutter zweier kleiner Mädchen im Alter von drei und sieben Jahren. So sei sie seit etwa vier Jahren beim Fasching in der Gastronomie mit dabei und Ehemann Ulf sogar schon im 28. Jahr – gemeinsam mit Vater Walter, anfangs noch als Gläsereinsammler und heute als Chef.