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„Mord auf der Sandbank“ Autorin Franke liest in Ganderkesee aus ihrem Krimi

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 15.09.2016, 19:28 Uhr

Christiane Franke hat am Mittwochabend ihren neuen Krimi „Mord auf der Sandbank“ vorgestellt. Neben dem Buch wusste auch die Autorin bei der Lesung zu überzeugen.

Am Anfang ist die Wasserleiche – zumindest in Christiane Frankes neuem Krimi „Mord auf der Sandbank“. In einer „Welturaufführung“, wie die Autorin genüsslich schmunzelnd eröffnete, stellte sie den kürzlich bei „Emons“ erschienenen „Küsten Krimi“ am Mittwochabend gut 20 Gästen auf Einladung der Buchhandlung Förster im früheren Textilhaus Von Seggern vor.

Alle bewährten kriminalistischen Zutaten dabei

Es handelt sich um den bereits achten Fall, den Franke ihren Kommissaren Oda Wagner und Christine Cordes „übertragen“ hat. Wie schon bei ihren vorigen Krimis geizt sie dabei nicht mit bewährten kriminalistischen Zutaten, schreckt auch vor Klischees nicht zurück. Da fehlt die abgebrühte, geldgierige Schwiegertochter der Wasserleiche ebenso wenig wie deren durchtriebener, durch beide Ohren gebrannter Liebhaber. Ein handschriftlich geändertes Testament, unklare Besitzverhältnisse im Familienunternehmen und Misstrauen allenthalben reichern den Plott nach bewährten Mustern an. Natürlich lügen fast alle Figuren des Krimis, dass sich die Balgen biegen.

Franke arbeiten an den Lesefassungen zu ihren Texten

Kurz: Die Mischung stimmt! Noch ehe der Tod der Wasserleiche aufgeklärt ist, bringen sich Frankes Figuren zur Schlammschlacht um das Erbe in Position.

Natürlich konnte die Autorin im Zuge ihrer gut einstündigen Lesung lediglich kleine Passagen aus dem Werk vortragen. Hierin, erklärte sie indes dieser Zeitung, sehe sie einen besonderen Reiz, liebe es gar, an den Lesefassungen zu ihren Texten zu arbeiten.

Autorin schaut sich am „Tatort“ um

Ebenso spannend wie der Krimi per se mag für die Zuhörer in Ganderkesee gewesen sein, was Franke über die Recherchen zu ihren Krimis verriet: Wie sie sich – in diesem Fall – vor Ort, in Hooksiel, auf Wangerooge und im Jade-Weser-Port umgesehen habe, um die örtlichen Begebenheiten korrekt zu schildern. Oder auch, wie sie – generell – gern die Psychologin einer Justizvollzugsanstalt hinzuziehe, um möglichst realistische Täterprofile zu erstellen. In ähnlicher Weise arbeite sie zuweilen auch mit einem Rechtsmediziner zusammen, so Franke: „Ein Aufwand, der sich lohnt“, werden nicht wenige Zuhörer gedacht haben.