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Mosaic Coelln-Konzert in Ganderkesee Ein außergewöhnliches Zusammenspiel

Von Niklas Golitschek | 18.12.2018, 21:42 Uhr

Alte Musik in neuem Gewand – die gibt es Anfang des Jahres in Ganderkesee zu hören – auf ganz speziellen Instrumenten.

Das Trio von Mosaic Coelln ist eine ungewöhnliche Besetzung. Mit Glasharmonika, Gambe und Theorbe beziehungsweise Barockgitarre inszeniert das Ensemble alte Musik, vorwiegend aus der Epoche des Barocks zwischen 1600 und 1750. Am Samstag, 12. Januar, spielt die Gruppe ab 17 Uhr ein Konzert in der St. Cyprian und Cornelius Kirche.

Oft sind diese Stücke für Geigen oder Klaviere komponiert worden. „Wir müssen gucken, dass das passt“, sagt Claas Harders, der an der Gambe spielt. Das sei in der Regel keine große Herausforderung. „Aber die mehrstimmigen Teile müssen bearbeitet werden“, weiß der aus Ganderkesee stammende Musiker.

„Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert“

Er erinnert sich etwa an eine Sonate Antonio Vivaldis: Die Begleitung sei noch das geringste Problem gewesen. Die Klänge zweier Geigen auf der Glasharmonika zu spielen, das habe Philipp Alexander Marguerre jedoch einiges abverlangt. „Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert“, sagt er und schmunzelt.

Die Glasharmonika ist nur eines von mehreren ungewöhnlichen Elementen bei Mosaic Coelln. Zumal die Gläser an Marguerres Instrument anders als beim von Benjamin Franklin entwickelten Vorbild nicht unterschiedliche Durchmesser, sondern unterschiedliche Längen für die verschiedenen Tonlagen vorweisen. Ungewöhnlich ist auch die weitere Zusammensetzung des Ensembles: Harders bedient mit der Gambe ein Streichinstrument, Klaus Mader dagegen zupft. „Die Besetzung gibt es nur einmal, das ist der Reiz daran“, findet Harders. Dennoch verspricht die Gruppe ein harmonisches Zusammenspiel.

Gläserklang und Saitenzauber

Kennengelernt hat sich dieses außergewöhnliche Ensemble vor einigen Jahren bei einem größeren Konzert im bergischen Land. Seine Musik hat es Gläserklang und Saitenzauber getauft. Auch eine CD mit dem gleichnamigen Titel haben die drei Musiker bereits aufgenommen. Zu ihrem Repertoire zählen neben Stücken Vivaldis solche Johann Sebastian Bachs oder Domenico Scarlettis. „Der Titel hat auch einen Hauch von Weihnachten“, findet Wiebke Steinmetz vom Kulturhaus Müller, das den Auftritt in der Kirche organisiert. Daher passe diese Musik zu dieser Jahreszeit auch bestens an einen christlichen Ort wie die Kirche.

An der Abendkasse kostet der Eintritt 20 Euro. Bei Anmeldung ab dem 7. Januar unter der Telefonnummer (04222)806550 oder online unter www.kulturhaus-mueller.de sind 17,50 Euro fällig.