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NABU erneuert Feuchtbiotop Heimat im Ganderkeseer Schlatt für Moorfrosch und Krickente

Von Katja Butschbach | 18.03.2015, 19:39 Uhr

Das Hengsterholzer Schlatt hat der NABU seit Oktober entschlammt und so hergerichtet, dass es vielen Tierarten eine Heimat bieten kann. 2016 sollen die Arbeiten fortgesetzt werden.

Drei Rehe laufen am Rande des ringförmigen NABU-Schlatts in Hengsterholz entlang, ein Bussard ist am Himmel zu sehen, Heidelerche und Goldammer singen. Künftig, so hofft die NABU-Ortsgruppe Ganderkesee, können sich auch wieder Gras- und Moorfrosch sowie Kreuzkröte, Krickente und Kanadagans in dem Biotop wohlfühlen.

Schlatt war verschlammt und verlandet

Denn in das Schlatt – ein abflussloses, flaches Gewässer, das Lebensraum für eine besondere Flora und Fauna bietet – ist seit Oktober 2014 viel Arbeit investiert worden: Nötig geworden war der Einsatz der Ganderkeseer NABU-Ortsgruppe, weil Blatteintrag und Einträge aus der Landwirtschaft das Schlatt verschlammen und verlanden lassen hatten. Im Sommer habe man trockenen Fußes auf die Insel in der Mitte des Schlatts gelangen können.

Schlatt immer mehr zugewachsen

Das Schlatt wuchs auch immer mehr zu. „Es war schon beängstigend“, sagt der Ganderkeseer NABU-Vorsitzende Hans Fingerhut. Seit der Eiszeit habe sich der Bereich als Wasserfläche gehalten, erläuterte Bernd Ziemer vom NABU Oldenburg. Wenige Jahrzehnte intensiver Landwirtschaft führten hingegen zum Verschwinden des Wassers.

Mit Großmaschinen Bewuchs entfernt

Der NABU Ganderkesee hat den östlichen und südlichen Bereich des Schlatts entschlammt, sich dafür mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Mit Großmaschinen wurde der Bewuchs entfernt. Mittlerweile ist in dem Schlatt wieder eine Wassertiefe von 60 bis 70 Zentimetern erreicht.

Hecke schützt vor Einwehungen

Die Windschutzhecke, die vor dem Einwehen von Düngerstaub schützen soll, wurde „auf den Stock gesetzt“: Mit dem Rückschnitt wird die Hecke gezwungen, wieder auszutreiben und dichter zu werden. Weitere Bereiche des Baumbestandes sollen in den kommenden Jahren bearbeitet werden. Anfang 2016 soll auch die restliche Fläche des Schlatts entschlammt werden.

7000 Euro Kosten

Die 7000 Euro Kosten für das Projekt wurden vom NABU Oldenburg (3000 Euro) und von der Unteren Naturschutzbehörde getragen. Die Maßnahme ist Teil des NABU-Projekts „Kleine Räume – Große Wirkung“. Durch den Mitgliederzuwachs der NABU-Ortsgruppe waren bei den Arbeiten teilweise 15 Helfer dabei, hob Fingerhut hervor.