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Nach dem Zugunglück bei Ganderkesee Bahnstrecke Bremen-Oldenburg eingeschränkt befahrbar

Von Thorsten Konkel | 06.11.2015, 12:20 Uhr

Nach dem Zugunglück, bei dem am Donnerstag am Bahnübergang Hohenkamp in Rethorn (Gemeinde Ganderkesee) eine Regio-S-Bahn und ein Sattelzug zusammengestoßen waren, ist der Streckenabschnitt zwischen Hude und Delmenhorst eingleisig wieder freigegeben.

Nach aktuellen Prognosen wird die Strecke erst am Montagabend komplett freigegeben. Daher müssen Fahrgäste weiterhin mit Einschränkungen wie Verspätungen und Teilausfällen rechnen. Auch am Wochenende müssen Fahrgästen auf den Linien RS 3 und RS 4 mit Einschränkungen wie Verspätungen und Teilausfällen rechnen.

Zunächst war mit einer einspurigen Freigabe ab 12 Uhr gerechnet worden, später hieß es dann 15 Uhr. Noch am späten Donnerstagabend waren Spezialisten für Gleis- und Oberleitungsbau angerückt, um rund um die Uhr an der erheblich beschädigten Strecke zu arbeiten. Dazu musste zunächst der entgleiste Regionalzug, eine Regio-S-Bahn des Betreibers NordWestBahn (NWB), mit einem Kran angehoben und wieder in die Spur gesetzt werden.

„Bei dem Unglück wurden 150 Meter Schwellen zerstört, die erneuern wir und füllen dann Schotter auf“, sagte Jörg Monsees, Bauleiter der Leeraner Gleisbaufirma Spitzke am Freitagmorgen.

Erst am Samstagmorgen werde dann eine Gleisstopfmaschine anrücken, um das Gleisbett zu verdichten.

Auch Oberleitung wird repariert

Ebenfalls wurde an der abgerissenen Oberleitung gearbeitet. Von einem Spezialzug aus spannten Facharbeiter der DB Netz AG den Draht. Auch zwei zerstörte Oberleitungsmasten müssen noch ersetzt werden.

„Unser Triebwagen wurde zunächst in Bremen abgestellt und wird nach Bremerhaven in unsere Werkstatt gebracht“, sagte NordWestBahn-Sprecher Maik Seete.

Verspätungen und Ausfälle möglich

Weil zunächst nur eines statt beider Gleise genutzt werden könne, sei mit Verspätungen und Teilausfällen zu rechnen, das könne auch noch das Wochenende betreffen, sagte NWB-Sprecherin Stephanie Nölke. Fahrgäste der NWB werden gebeten, den Abfahrtsmonitor zu nutzen.