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Nach Großfeuer im Jahr 2016 Hotel Gut Altona erhält sein Herzstück zurück

Von Dirk Hamm | 21.10.2017, 09:38 Uhr

Auf der Baustelle des Guts Altona herrscht rege Betriebsamkeit. Jeden Tag nimmt das durch ein Großfeuer zerstörte Hauptgebäude der Hotel- und Tagungsanlage ein Stück mehr Gestalt an.

Das historische Gebäude mit Rezeption, Gastronomie, Sälen, Tagungsräumen und fünf Hotelzimmern ist im September 2016 ein Raub der Flammen geworden. Auf derselben Grundfläche, die der abgebrannte Bau eingenommen hatte, wird zurzeit ein zweigeschossiger Neubau hochgezogen, Anfang Juli hatten die Arbeiten dazu begonnen.

Bau schreitet schnell voran

„Das geht jetzt ganz schnell“, beobachtet Karl-Heinz Haarbauer, langjähriger Mitarbeiter des Hotelbetriebs, den Baufortschritt. Etwas langwieriger hatten sich die Arbeiten für die Unterkellerung gestaltet, in den vergangenen Tagen ist nun das Erdgeschoss im Rohbau entstanden.

Rote Klinker stehen schon bereit

Eine Ahnung vom optischen Erscheinungsbild des Herzstücks von Gut Altona kann schon bald gewonnen werden, denn die roten Klinker für die Verblendung des Mauerwerks liegen schon bereit. Wenn alles fertig ist, finden die Gäste im Erdgeschoss die Rezeption, das Restaurant samt Bar und den großen Festsaal vor. Im Obergeschoss werden fünf Hotelzimmer und Tagungsräume untergebracht.

Richtfest kurz vor Weihnachten

Nach Angaben von Heiner Ahrmann, zusammen mit Ehefrau Inka Eigentümer des Hotels Gut Altona, liegen die Bauarbeiten etwa ein bis zwei Wochen hinter dem Zeitplan. Sorgen um die rechtzeitige Fertigstellung mache er sich aber nicht, sagt Ahrmann, der sicher ist, dass die Baufirma die nächste Etappe wie geplant erreicht: Richtfest soll am 20. Dezember gefeiert werden.

Hotel wird wieder 87 Zimmer haben

Und das große Ziel ist die Fertigstellung des Hotelneubaus im Oktober 2018. Bisher ist auf Grundlage von Teilgenehmigungen gearbeitet worden, laut dem Eigentümer liegt seit Montag nun die endgültige Baugenehmigung vor. Klappt alles wie geplant, dann wird das Hotel Gut Altona in einem Jahr seine vorherige Kapazität von 87 Zimmern wieder erreicht haben.

Eingang wird nach Süden verlegt

Die weit überwiegende Zahl von Zimmern befindet sich in den anliegenden Gästehäusern, die während des Feuers von der Feuerwehr vor dem Übergreifen der Flammen bewahrt werden konnten. Der Hotelbetrieb konnte so trotz der Tragödie weitergehen.

Gäste, die das vorherige Hotelgebäude kannten, wird eine markante Änderung auffallen: Der Eingang befindet sich künftig nicht mehr an der Wildeshauser Straße, sondern an der Südseite der Anlage. Mit der Wiedereröffnung des Hauptgebäudes geht dann auch das Provisorium in der Mühle zu Ende, wohin Restaurant und Küche ausgewichen waren.