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Nach Nutzung durch Flüchtlinge Dorfgemeinschaftshaus in Elmeloh wird renoviert

Von Dirk Hamm | 14.03.2017, 15:11 Uhr

Sie haben es wieder, ihr Dorfgemeinschaftshaus: Die Mitglieder des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh sind derzeit dabei, den im vergangenen Jahr als Flüchtlingsunterkunft genutzten Treffpunkt in der alten Dorfschule an der Baumstraße für den neuen, alten Zweck herzurichten.

Das Haus, in dem auch der Kindergarten Wühlmäuse beheimatet ist, soll künftig wieder den vorherigen Nutzern, also dem Miniclub für Kleinkinder, einer Mal- und einer Gesangsgruppe sowie für diverse Veranstaltungen und private Feiern zur Verfügung stehen.

Neue Kücheneinrichtung im Dorfgemeinschaftshaus

Vorsitzender Reinhard Siemer berichtete am Montag auf der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Ortsvereins im Gasthof Menkens über die Fortschritte bei der Renovierung. Er hob vor allem hervor, dass die „langersehnte“ Küche gekauft worden sei. Laut dem Vorsitzenden hat die bisherige Kücheneinrichtung nicht mehr den Ansprüchen der Nutzer genügt. Um größere Veranstaltungen ausrichten zu können, verfüge man dann über zwei Geschirrspüler und viel Lagerraum für Geschirr.

Gerken: Rückgabe schneller als gedacht

Bürgermeisterin Alice Gerken als Gast der Versammlung richtete noch einmal den Blick zurück auf die vergangenen anderthalb Jahre: „Wir waren in großer Not, weil wir in kürzester Zeit viele Menschen unterbringen mussten. Die Gemeinde stand immer im Wort, das Haus zurückzugeben und herzurichten, wenn es ruhiger wird. Dass es so schnell geht, hätte ich nicht gedacht.“

Versammlung beschließt Beitragserhöhung

Siemer erläuterte, dass sich der Heimat- und Ortsverein im Zuge des neuen Nutzungsvertrags mit der Gemeinde verpflichtet habe, alle bezüglich des Dorfgemeinschaftshauses anfallenden Nebenkosten zu tragen. Um einen Großteil der somit entstehenden Mehrausgaben von rund 1000 Euro pro Jahr auffangen zu können, beschlossen die mehr als 80 versammelten Mitglieder auf Vorschlag des Vorsitzenden einstimmig eine Beitragserhöhung von einem Euro pro Einzelmitglied und zwei Euro für Ehepaare und Familien.

Gehweg und Ampel bei Netto kommen im Sommer

Wie in den Vorjahren nahm die Bürgermeisterin zu vorgegebenen Fragen und Problemen Stellung. So erfuhren die Mitglieder unter anderem, dass der fehlende Gehweg im Bereich des Netto-Markts an der Elmeloher Straße „im Sommer 2017“ angelegt werden soll, im selben Zeitraum werde zudem die gewünschte Ampel in Höhe des Verbrauchermarkts installiert.

Keine Lösung bei P+R-Anlage in Hoykenkamp

Bei dem laut Gerken „unliebsamen Thema“ der Zweckentfremdung der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhaltepunkt in Hoykenkamp durch zahlreiche Mitarbeiter der anliegenden Firmen räumte die Rathauschefin ein, dass „noch keine zufriedenstellende Lösung“ zugunsten der Pendler gefunden worden sei. „Wir können schlecht kontrollieren, wer dort als Firmenmitarbeiter parkt und wer Pendler ist“, sagte Gerken.