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Nach schweren Unfällen 900 Fahrzeuge in A1-Baustelle bei Groß Ippener geblitzt

Von Eyke Swarovsky | 12.06.2015, 16:55 Uhr

Mehr als 900 Fahrzeuge sind am Mittwoch und Donnerstag in der Baustelle auf der A1 zwischen Groß Ippener und Wildeshausen-Nord geblitzt worden. Der traurige Spitzenreiter war 104 km/h zu schnell.

Oft mussten die Beamten der Autobahnpolizei Ahlhorn in den vergangenen Monaten zu schweren Unfällen im Zusammenhang mit Baustellen zwischen dem Dreieck Ahlhorner Heide und dem Dreieck Stuhr ausrücken.

Zur Verhinderung solcher Unfälle reagiert die Polizei darauf. Dies gilt auch für die aktuelle Baustelle zwischen der Anschlussstelle Groß Ippener und Wildeshausen-Nord in Richtung Osnabrück. Falls sich vor der eigentlichen Baustelle ein längerer Stau bildet, wird vor dem Dreieck Stuhr eine Umfahrungsempfehlung angezeigt . Diese führt insbesondere Lastwagen ab dem Dreieck Stuhr über die Autobahn 28 und 29 bis zum Autobahndreieck Ahlhorn.

Geschwindigkeit ist Hauptunfallursache

Aber auch bei einer der Hauptunfallursachen wird angesetzt. So hat die Polizei in dieser Woche an zwei Tagen die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung überwacht. Diese gilt bereits ab sechs Kilometer vor der Baustelle, um so den Verkehr mit reduzierter Geschwindigkeit an das wahrscheinliche Stauende heranzuführen. Die Polizei weist in einer Mitteilung darauf hin, dass nicht schon geringe, sondern erst deutliche Geschwindigkeitsübertretungen zur Anzeige gebracht werden.

923 Fahrzeuge zu schnell

Dabei wurden am Mittwoch und Donnerstag zu unterschiedlichen Tageszeiten insgesamt 923 Fahrzeuge gemessen, deren Geschwindigkeit deutlich über den erlaubten 60 km/h lag. Bei 225 dieser Fahrzeuge wird die Überschreitung laut Polizeibericht ein Fahrverbot nach sich ziehen. Das bedeutet, dass diese Fahrzeuge die erlaubten 60 Stundenkilometer um mindestens 41 km/h überschritten haben.

Mit 164 km/h durch den 60er-Bereich

Der fragwürdige Rekord wurde von einem Autofahrer aufgestellt: Dieser wurde mit 164 km/h innerhalb der 60er-Zone geblitzt. Selbst wenn hier keine Baustelle eingerichtet ist, gilt für Autos eine Höchstgeschwindigkeit von 130.

126 Lastwagen zu schnell

In 126 Fällen wurden auch Lastwagen geblitzt. Diese überschritten die erlaubte Geschwindigkeit in der überwältigenden Zahl der Fälle um mehr als 25 km/h. Insbesondere durch das hohe Gewicht der Gespanne kann dies nach Angaben der Polizei gravierende Folgen haben – auch das zeigen die Unfälle der letzten Monate.

Mit Schildern auf Messung hingewiesen

Besorgniserregend ist laut Polizei, dass die Geschwindigkeit trotz eines Hinweises auf die Messung mittels eines Verkehrszeichens oft erheblich überschritten wird. Dies spreche entweder für bewusste Übertretungen oder für Unaufmerksamkeit hinsichtlich der Verkehrszeichen.

Weitere Messungen angekündigt

Die Bauarbeiten dauern noch bis zum kommenden Donnerstag an. Die Polizei wird die Geschwindigkeit dort weiterhin überwachen.