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Narren beenden 66. Session Ganderkeseer Fasching in Dummbäke zu Grabe getragen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 01.03.2017, 21:53 Uhr

Am Aschermittwoch ist alles vorbei: Die 66. Faschingssession in Ganderkesee ist unter anderem mit der Übergabe des symbolischen Rathausschlüssels an Bürgermeisterin Alice Gerken beendet worden. Anschließend wurde der Fasching, wie es die Tradition so will, in der Dummbäke zu Grabe getragen.

Die Rathausschlüssel sind zurückgegeben, das traditionelle Heringsessen ist vorbei, und der Fasching ist symbolisch in der Dummbäke zu Grabe getragen worden. Ein klares Signal: Die 66. Faschingssession in der Gemeinde Ganderkesee ist vorbei. Die nächste Session startet am 11.11. unter dem Motto „Närrisch ist in – und wir mittendrin“.

Gute Laune verbreitet

Etwa 45 Gäste aus Politik, Verwaltung, Organisationen und den Reihen der Faschingsfreunde waren am Mittwochnachmittag ins Rathaus gekommen, wo Bürgermeisterin Alice Gerken sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des Faschings beitrugen, bedankte. „Wir haben eine tolle Zeit erlebt, auch wenn das Wetter nicht so gut war“, sagte die Bürgermeisterin. Mit Lächeln und Strahlen hätten das große und das kleine Prinzenpaar Anke III. (Paukstat) und Christian I. (Schütte), Josefine I. (Intemann) und Tade I. (Lindemann) sowie alle anderen Mitglieder der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) gute Laune verbreitet. Sie hätten außerdem dafür gesorgt, dass der Fasching auch weiterhin ein Markenzeichen in der Gemeinde Ganderkesee bleibt.

Schlüssel wieder zurückgegeben

Anschließend wurde Alice Gerken energischer: „Genug des Dankes: Her mit dem Schlüssel!“ Sie bekam den Schlüssel von den Großen zurück, die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler bekam den Schlüssel für den Nebeneingang von den Kinderprinzen.

Vorwurf von Kinderprinz Tade I.

Die Bürgermeisterin musste sich allerdings einen kleinen Vorwurf von Prinz Tade I. gefallen lassen, weil sie mit der feierlichen Verabschiedung von Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer am Dienstagabend doch ein offizielles Amtsgeschäft erledigt hatte. Und das, obwohl doch die Tollitäten das Sagen in der Gemeinde hatten. Josefine I. und er würden sich noch eine kleine Strafe ausdenken, so der Kinderprinz.

Traditionelles Heringsessen

Anschließend gab es für alle Besucher das traditionelle Heringsessen, zu dem sich plötzlich auch ein Überraschungsgast eintraf: Elise Plietsch, sabbelndes Original aus Dötlingen, hatte dabei so manche lustige Geschichte parat.

Am Abend folgte dann der letzte Akt der 66. Session: Der Fasching wurde feierlich beerdigt. Nach einem Zwischenstopp in der Jägerklause zog die Trauergemeinde zum Schlutterweg, wo im Schein der Fackeln ein symbolischer Sarg ins Wasser der Dummbäke befördert wurde. Der Spielmannszug begleitete den traurigen Anlass würdevoll mit Chopins Trauermarsch.

Fünfte Jahreszeit ist zu Ende

Ein letztes Mal richtete Christian I. das Wort an das närrische Volk: „Bis zum letzten Atemzug gabst Du alles“, gab der Prinz dem Fasching mit auf den letzten Weg. Die fünfte Jahreszeit ist zu Ende – nun bleibt viel Zeit, sich auf die Wiederauferstehung des Faschings um den Ring am 11.11. zu freuen.