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Naturpark Wildeshauser Geest Radeln nach Zahlen für sanften Tourismus

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 26.07.2017, 08:27 Uhr

Ganderkesee/Landkreis Oldenburg. Nummerierte Knotenpunkte sollen Radtouristen sicher durch die Wildeshauser Geest führen. Für das Konzept gibt es Fördergeld der Europäischen Union.

Großsteingräber, eindrucksvolle Kirchen, der Hasbruch mit seinem Urwald: Die Gemeinde Ganderkesee hat Touristen allerhand zu bieten. Vor allem seit dem Aufschwung nach Modernisierungen auf dem Campingplatz am Falkensteinsee schnellen die Übernachtungszahlen im „sanften Tourismus“ nach oben; allein dort wurden im letzten Jahr fast 40000 Übernachtungen gezählt.

Aufschwung im Tourismus

Das Ende des Aufschwungs ist nicht abzusehen, denn beim Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest reifen Pläne, Touristen und Naherholungsuchenden mit neu gekennzeichneten Wander- und Radwegenetzen die Orientierung zu erleichtern. Der Naturpark Wildeshauser Geest hat sich schon erfolgreich um Fördergelder aus dem Leader-Programm der Europäischen Union beworben.

Kreuzung wird Knotenpunkt

Mit „Radeln nach Zahlen“ lässt sich eine Neuerung für die Radwegkennzeichnung umschreiben. „Wo sich zwei touristische Radwege kreuzen, wird ein Knotenpunkt gesetzt und nummeriert. Eine Tafel mit Umgebungskarte wird aufgestellt, und ein Pfeil mit Kennzahl zeigt den Weg zum nächsten Knotenpunkt“, erläutert Dieter Spradau vom Büro für Entwicklungsplanung in Rastede, das das Radwegekonzept ausarbeitet. Der Radler müsse sich nicht ihm unbekannte Ortsnamen merken, er könne sich bei individueller Tourenplanung Ziffernfolgen notieren. „Natürlich wird es auch weiterhin Hinweisschilder mit Ortsnamen geben und auch die mit Logos gekennzeichneten Hinweise auf die Fernradwege“, stellt Spradau klar.

Entscheidungshilfe für Individualtouristen

Der Hasbruch ist ein Beispiel für die Verknotung von Radwegen. Von Falkenburg im Süden her, aus Richtung Großsteingräber Steinkimmen, führt der Radweg der Megalithkultur durch den Wald, von Osten her aus Richtung Delmenhorst über Almsloh und Westerloge der Fernradweg von Bremen über Oldenburg nach Groningen, bevor sie sich in Vielstedt kreuzen. Nach anerkannten Standards des ADFC und der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen gekennzeichnet, könnte der Tourist leicht entscheiden, ob er Richtung Klosterruine Hude oder Tweelbäker See abzweigen will, um auf den Hunte-Radweg zu kommen.

Bürger können mitreden

Die Leader-Förderung für das Radwegekonzept beträgt gut 45000 Euro. In etwa die gleiche Summe sollen der Landkreis und die Gemeinden beisteuern. Der Naturpark Wildeshauser Geest will die Bürger in die Planung einbinden. Ansprechpartnerin ist im Kreishaus Alissa Rottmann, Telefon (04431) 85617.