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Naturschutz im Landkreis Oldenburg Büffel leisten gute Arbeit im Biotop Rackelsberg

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 09.09.2016, 16:17 Uhr

In Sandhatten zeichnen sich Wasserbüffel als Naturpfleger aus. Nach drei Jahren zeichnet sich die besondere Bedeutung für die Pflege von Heidelandschaften ab.

Grünzeug mampfende Wasserbüffel halten seit 2013 das Naturdenkmal Rackelsberg in Sandhatten in Schuss. „Die Büffel verbeißen neben Binsen, Brennnesseln, Disteln und Schilf sogar die alte, verholzte Heide, was Schafe nicht tun. Und dank der Trittstellen keimt überall junge Heide auf“, freut sich der Ökologe Dr. René Krawczynski. Der Ökologe ist Dozent der Naturwissenschaften an der Brandenburgischen Technischen Universität in Senftenberg. Er kennt das Biotop nahe der Hunte und dem Barneführer Holz schon seit Jahren und ist erfreut über die Entwicklung.

Wegweisend für Heidepflege

Der Hatter Büffelzüchter Peter Biel schickt seine Tiere in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Oldenburg auf die Weide im Naturdenkmal Rackelsberg. Biel ist Präsident, Krawczynski Vizepräsident des Internationalen Förderverbandes für den Einsatz des Wasserbüffels als Landschaftspfleger (IFWL). Beim jüngsten Ortstermin wurden sie von David Lang vom Bremer Unternehmen Energiequelle GmbH begleitet. Energiequelle ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich überwiegend mit Windenergie und der Planung von Anlagen befasst. Da die Energiequelle GmbH auch in Heidelandschaften aktiv ist, könne sich hier ein neues, wegweisendes Konzept zur Heidepflege abzeichnen, sind sich Lang und Krawczynski einig.

IFWL-Tagung mit internationalen Experten

Lang brachte eine Spende seiner Firma in Höhe von 1000 Euro an den gemeinnützigen IFWL für dessen Jahrestagung vom 22. bis 24. September auf Schloss Criewen im unteren Odertal mit nach Hatten. Unter dem Titel „Wilde Weidelandschaften und Wiesenbrüterschutz“ diskutieren nationale und internationale Experten Fragen aus Klima-, Natur- und Landschaftsschutz. Die Tagung richtet der IFWL in Kooperation mit der Brandenburgischen Akademie und der Stiftung Unteres Odertal aus.