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Naturschutz im Landkreis Oldenburg Grüne fordern Verstärkung der Umweltbehörde

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 11.12.2017, 17:25 Uhr

Die Grünen fordern mehr Personal für den Naturschutz im Sie befürchten, dass wichtige Aufgaben nicht angepackt werden.

Die Grünen im Kreistag sind besorgt, dass die Mitarbeiter des Amts für Naturschutz und Landschaftspflege im Kreishaus in Arbeit untergehen und daher wichtige Arbeiten der Unteren Naturschutzbehörde unerledigt bleiben. Sie fordern die Kreisverwaltung deshalb auf, bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Abfallwirtschaft im Februar 2018 Vorschläge für die personelle Verstärkung des Naturschutzamts zu unterbreiten.

EU droht mit Strafen

Für den Ganderkeseer Grünen und Kreistagsabgeordneten Reinhold Schütte konzentriert sich die Untere Naturschutzbehörde im kommenden Jahr völlig zu Recht auf das Ausarbeiten von Verordnungen, die Natura-2000-Gebiete wie das Delme-Tal zwischen Harpstedt und Delmenhorst, den Hasbruch, das Stenumer Holz, den Stühe, die Hunte-Niederung und die Ahlhorner Fischteiche als Naturschutzgebiete für die Zukunft sichern. Bei dieser Aufgabe ist laut Schütte nicht nur der Landkreis Oldenburg deutlich im Verzug. „Die EU hat bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, an dessen Ende bei Nichterledigung saftige Geldstrafen stehen können“, so Schütte. Die Grünen sind überzeugt, dass wegen dieser Konzentration der Kräfte andere Aufgaben liegen bleiben oder zu spät angepackt werden.

Raumordnungsprogramm stockt

Der Fraktionsvorsitzende Eduard Hüsers nennt beispielhaft die Neufassung des Regionalen Raumordnungsprogrammes. „Schon vor fünf Jahren startete die Neuaufstellung, und seitdem beschäftigen sich die Kreistagsabgeordneten damit. Der Prozess kommt nur schleppend voran, da es anscheinend immer wichtigere Aufgabe gibt“, klagt Hüsers. Er bemängelt auch, dass die Überwachungsaufgaben vor Ort gar nicht angepackt werden oder erst dann, wenn es einen handfesten Anlass gegeben hat.