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Naturschutz in Ganderkesee 30 Hektar Blühstreifen bereichern die Natur

Von Reiner Haase | 05.11.2018, 21:12 Uhr

Ein breites Bündnis fördert mit Blühstreifen die Artenvielfalt in der Ganderkeseer Landschaft. In der Landwirtschaft gibt es Unterstützer und Skeptiker.

Wo Vielfalt blüht, summt und brummt es, sobald die Sonne scheint, und Obst und Gemüse gibt es nur, wo Wild- und Honigbienen Nahrung finden: Laut Gemeindeverwaltung sind im vergangenen Jahr in Ganderkesee 30 Hektar Blühstreifen angelegt worden. Eigentümer, meist Landwirte, haben Flächen bereitgestellt, die Kreisjägerschaft hat einjähriges und der Nabu mehrjähriges Saatgut geliefert. Die Gemeinde und der Fuhrenkamp Schutzverein haben die Aussaat finanziert. Das Bündnis für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt ist breit.

Samen fliegen auf Nutzflächen

Etliche Landwirte machen beim Anlegen von Blühstreifen mit, andere bleiben skeptisch: Der bürokratische Aufwand schreckt sie ab, und insbesondere bei mehrjährigen Saatgutmischungen bestehe die Gefahr, dass Samen aufs benachbarte Feld mit Nutzpflanzen gelangen, hat jüngst der Abgeordnete Wilfried Siems (CDU) im Kreishaus berichtet. „Das können wir nicht gebrauchen“, betonte der Landwirt aus Wüsting.

Vortrag zum Vertragsnaturschutz

Blühstreifen können als Vertragsnaturschutz geregelt werden. Näheres zum Vertragsnaturschutz erläutert Jutta Krämer von der Flächenagentur des Landkreises Wesermarsch morgen, Mittwoch, in einem Vortrag im Ganderkeseer Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz.

Bericht über Sturmschäden

In der Sitzung des Ausschusses geht es außerdem um Sturmschäden und um den Naturschutz im Stühe und im Hasbruch. Beraten wird über einen Zuschuss der Gemeinde zum geplanten Ausbau des Regionalen Umweltzentrums in Hollen und über den Haushaltsplan 2019.