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NDR investiert Millionen Spatenstich für neuen Sendemast in Steinkimmen

Von Thorsten Konkel | 20.10.2015, 18:45 Uhr

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben am Dienstag in Steinkimmen nun auch offiziell die Arbeiten für den neuen Sendemast des NDR begonnen.

Sendeleitung, Verantwortliche des Norddeutschen Rundfunks (NDR) sowie Vertreter aus Rat, Verwaltung und Politik griffen am Dienstagnachmittag vor der stahlbewährten Fundamentgrube zum Spaten, um das nach NDR-Angaben 5,6 Millionen Euro teure Bauvorhaben offiziell zu starten.

Abschied vom alten Wahrzeichen

Für die Ganderkeseer bedeute dies zugleich, nun bald Abschied zu nehmen von einem Wahrzeichen, ihrem „Fernsehturm“, betonte Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas.

Neubau wegen höheren Windlasten nötig

Veränderte Statikanforderungen machen die Erneuerung des alten Mastes 60 Jahre nach dessen Inbetriebnahme erforderlich. Der als „Antennenträger“ bezeichnete Turm entspricht nicht mehr den heutigen statischen und konstruktiven Anforderungen. Die Region um Steinkimmen wurde einer Zone mit verschärften Windlastannahmen zugeordnet. Der neue Sendemast soll gegen extreme Wetterbedingungen – insbesondere Stürme – gewappnet sein.

Doch in jedem Ende wohnt auch ein neuer Anfang: Schon Ende des Jahres sollen das Mastfundament und weitere drei Abspannfundamente gegossen sein. Im Frühjahr 2016 beginnt der Aufbau des Gitterträgers. Die Betriebsaufnahme ist für März/April 2017 geplant.

Neueste Sendetechnik

Für den NDR sei der Standort Steinkimmen von enormer Bedeutung, betonte Dr. Michael Rombach, Produktionsdirektor des Senders. Darum werde der „Neue“ auch das hochauflösende digitale Antennenfernsehen DVB-T2 ausstrahlen können. Läuft der Betrieb aller Installationen rund, werde der alte „Fernsehturm“ stückweise abgebaut, was sich bis zum Frühjahr 2018 hinziehen könne, erläuterte NDR-Projektleiter Thorsten Greetfeld. Ganz aus den Augen solle der alte Mast aber nicht verschwinden.

Erinnerungsstück bleibt erhalten

„Ein sechs Meter hohes Stück bleibt am Originalstandort als Technik-Museumsstück erhalten“, versprach der Ingenieur.