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NDR-Sendemast ragt 295 Meter hoch Neues Wahrzeichen in Steinkimmen feierlich errichtet

Von Yannick Richter, Yannick Richter | 29.07.2016, 17:05 Uhr

Nachdem am Donnerstagabend die letzten Teile des neuen NDR-Sendemastes in Steinkimmen angebracht wurden, folgte am Freitag das Richtfest. 90 geladene Gäste feierten zusammen die Errichtung des 295-Meter-Kolosses.

Mit einer Mischung aus Stolz, Freude und Wehmut haben gestern gut 90 geladene Gäste die Errichtung des neuen fast 300 Meter großen NDR-Sendemastes in Steinkimmen gefeiert. Nachdem am Donnerstagabend per Hubschrauber die letzten beiden Teilstücke am 295-Meter-Koloss montiert wurden , bekam der Gitter-Gigant am Freitagvormittag seine Richtkrone.

Richtkrone aus Sicherheitsgründen schon vorher angebracht

Dass die Krone schon einige Stunden vor dem offiziellen Richtfest und vor allem nicht an oberster Spitze befestigt wurde, hat laut Torsten Greetfeld, NDR-Projektleiter, einen simplen Grund: „Wir wollten keine Genickstarre bei den Gästen hervorrufen, deshalb ist die Richtkrone auf einer Höhe von etwa 62 Metern anstatt 295 Metern angebracht worden“, scherzt Greetfeld. „Nein. Aus Sicherheitsgründen mussten wir die Krone schon im Vorfeld der Veranstaltung anbringen. Sie hängt nicht oben am Gipfel des Mastes, da sie uns bei den weiteren Arbeiten behindern würde“, klärt Greetfeld auf.

Richtfest eine Woche vorgezogen

Horst-Dieter Meyer, Leiter der Abteilung Sendetechnik beim NDR, dankte in seiner Rede allen Mitarbeitern vom NDR, den Anwohnern und vor allem den Mitwirkenden, die das Bauwerk hochgezogen haben: „Die Handwerker sind schuld daran, dass wir das Richtfest eine Woche vorgezogen haben. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet und sind früher fertig als gedacht“, so Meyer. Eigentlich hätte das Richtfest nämlich am 6. August und damit exakt 60 Jahre nach der Inbetriebnahme des bald in Rente gehenden 305 Meter hohen Sendemastes stattfinden sollen.

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Wahrzeichen und touristischer Anziehungspunkt

Richtmeister Sven Victor hat in seiner Laufbahn zwar schon an vielen Sendemasten gearbeitet, die Arbeit in Steinkimmen sei trotzdem etwas Besonderes gewesen: „Das war der mit Abstand größte Turm, den ich hochgezogen habe. Die Arbeiten verliefen ohne Unfälle, ohne größere Zwischenfälle und auch voll im Zeitplan“, sagte Victor, der auch den Richtspruch übernahm, zufrieden.

Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas schrieb dem neuen Sendemast in ihrem Grußwort gleich drei Bedeutungen zu. Neben der technischen Funktionalität, die der Mast mit sich bringe, sei der NDR-Sendemast zudem seit jeher ein Wahrzeichen der Gemeinde Ganderkesee und ebenso als touristischer Anziehungspunkt von Bedeutung.

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Anwohner erlebte auch schon das Richtfest 1955

Zu den Gästen zählte am Freitagmittag auch Hans-Georg Schulz. Der Steinkimmer wohnt direkt neben der NDR-Anlage und hat einen ganz speziellen Bezug zum Sendemast, denn er ist wohl der Einzige, der sowohl das Richtfest 1955 als auch 2016 erlebt hat. „1954 kam ich nach Steinkimmen. Da fingen die Arbeiten gerade an. Ich habe damals geholfen, die Bleche des Mastes zu bemalen“ erinnert sich Schulz.

Weitere Bauphasen:

Abgeschlossen sind die Arbeiten mit dem Richtfest jedoch noch nicht. Ab Mitte August kommen Antennenbauer nach Steinkimmen, um dafür Sorge zu leisten, dass ab März 2017 der Betrieb von DVB-T2 aufgenommen werden kann. Danach folgt ab April 2017 der Rückbau des alten Mastes.