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Neu für Autofahrer Ganderkeseer Firma entwickelt App zum Spritsparen

Von Thomas Deeken | 09.10.2015, 18:33 Uhr

Das Ganderkeseer Unternehmen Ascora hat einen neuen Adapter für Autos entwickelt. Per App soll der Fahrer Informationen darüber erhalten, wie man bis zu 30 Prozent Sprit einsparen kann, erläutern Geschäftsführer Dr. Sven Abels und Marketingleiter Marcel Gabor.

Darüber hinaus soll das Fahrverhalten analysiert und das Fahrzeugsystem überwacht werden – alles unter dem Namen „Clever Drive“.

Für dieses Projekt haben die Ganderkeseer Software-Entwickler rund drei Jahre mit weiteren zehn Partnern wie die Uni Wien, IBM in Dublin und Fiat in Turin zusammengearbeitet. Inzwischen ist ein Prototyp erstellt und getestet worden, der in den nächsten Wochen „zur Marktreife geführt werden soll“, sagt der 30-jährige Gabor.

Vorbesteller gesucht

Dafür benötigen die Ganderkeseer allerdings finanzielle Unterstützung, weil sie laut Abels mindestens 3000, besser aber 5000 Adapter, produzieren müssen. Gesucht würden Personen, die an dem „Clever Drive“-Konzept interessiert sind und Adapter plus Software für einmalig 49 Euro vorbestellen wollen. Das Ganze am besten bis zum 8. November, denn dann endet dieses Finanzierungsmodell (Crowdfunding beziehungsweise Schwarmfinanzierung). Dazu die beiden Unternehmer: Im Vorbestellerpreis sei alles komplett enthalten – Adapter plus Software, der später mal 79 Euro kosten soll. Das Geld sei allerdings gut angelegt, weil Autofahrer im Jahr durchschnittlich rund 500 Euro an Sprit sparen könnten, so der 30-Jährige. Das sei inzwischen errechnet worden.

Daten werden gesammelt und ausgewertet

Bei diesem Steck-Adapter, passend für Autos, die seit 1994 auf dem Markt sind, geht es laut Abels und Gabor um eine Brücke zwischen Auto und Software. Während der Fahrt würden alle Daten gesammelt, ausgewertet und an den Autofahrer weitergegeben – sofort ans Smartphone oder an den Rechner zu Hause. Wichtig sei dabei gewesen, die App derart benutzerfreundlich zu gestalten, „dass Fahrer nicht den Blick auf die Straße verlieren“, so der 35-jährige Abels. Das heißt: Das Smartphone sollte fest installiert werden und zusätzlich zum Navi in übersichtlicher Weise wichtige Infos weitergeben.

Auch günstige Tankstellen werden angezeigt

Dabei gehe es zwar in erster Linie um Tipps, wie man sparsamer fahren und dadurch Geldbeutel und Umwelt schonen kann. In der App würden beispielsweise aber auch besonders günstige Tankstellen in der Nähe angezeigt – oder der genaue Standort des eigenen Wagens auf einem riesigen, unübersichtlichen Parkplatz. Außerdem könnten bei einem Unfall sogar automatisch Nachrichten an Polizei und weitere ausgewählte Personen gesendet werden. „Es gibt dann alle Informationen aus einer App“, erklärt Gabor. Und wer die Informationen nicht sofort benötigt, könne sich die Daten auch zu Hause auf einer Website ansehen, um zu erfahren, an welcher Stelle man noch etwas tun müsste, um Sprit zu sparen und den CO2-Ausstoß zu optimieren.

Weitere Informationen zum Ganderkeseer Unternehmen und zum aktuellen Projekt gibt es hier.