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Neu im Ganderkeseer Gemeinderat Beruf und Familie stehen bei Dr. Hoffmann im Vordergrund

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 08.10.2016, 14:37 Uhr

Dr. Anika Hoffmann aus Bookholzberg ist neu im Ganderkeseer Gemeinderat. Sie hat sich den Grünen angeschlossen und will sich vor allem um die Schwerpunktthemen Gesundheit, Beruf und Familie kümmern.

Bookholzberg. Gesundheit, ärztliche Versorgung im ländlichen Raum, Frauen, Beruf und Familie – diese Themen liegen der gebürtigen Delmenhorsterin Dr. Anika Hoffmann ganz besonders am Herzen. Themen, denen sie sich künftig auch in der Gemeinde Ganderkesee intensiv widmen möchte. Denn die 40-Jährige hat bei der Kommunalwahl auf Anhieb den Sprung in den Gemeinderat geschafft - für die Grünen, mit 612 Stimmen. Ihr Kommentar: „Ich bin zwar davon ausgegangen, gewählt zu werden. Das Ergebnis hat mich aber total überrascht und sehr gefreut.“

In der Kinderklinik in Kreyenbrück tätig

Seit Sommer vergangenen Jahres ist die Mutter der sechsjährigen Zwillinge Pia und Cornelius in Bookholzberg zu Hause. Zuvor war sie als Kinderärztin in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule in Hannover tätig, danach im Klinikum-Mitte in Bremen. Inzwischen arbeitet sie in der Kinderklinik in Oldenburg-Kreyenbrück, wo sie sich mit wissenschaftlichen klinischen Studien beschäftigt. In Oldenburg wohnen wollte sie allerdings nicht, vielmehr zog es sie und ihre Familie in den ländlichen Raum. Ihr Argument: „Hier in der Gemeinde ist es doch schön.“

„Schichtwechsel“ in der Familie

Zur Politik gekommen ist die Kinderärztin eigenen Angaben zufolge durch ihren Mann Marco Hoffmann, der schon als Student lange Zeit stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD in der Gemeinde Stuhr und anschließend auch in Bremen für die Sozialdemokraten aktiv war. Inzwischen hat es quasi einen „Schichtwechsel“ in der Familie gegeben: Ehemann Marco hat aufgehört, Ehefrau Anika fängt an. Allerdings nicht bei der SPD, „weil das nicht so ganz passte“, sondern bei den Grünen, „deren Programm am ehesten meiner Weltanschauung entspricht“.

Mutter von zwei kleinen Kindern

Ende des vergangenen Jahres sei sie auf die Ganderkeseer Grünen zugegangen und sehr freundlich und nett aufgenommen worden, so die Kinderärztin, die in der nächsten Zeit möglicherweise ein bisschen frischen Wind in die Ausschussarbeit bringen kann – vor allem dank ihrer beruflichen Erfahrungen in den großen Städten Oldenburg, Bremen und Hannover, aber auch als Mutter von zwei kleinen, schulpflichtigen Kindern.

„Spagat zwischen Beruf und Familie“

„Natürlich will ich nicht alles sofort umkrempeln, sondern mir erst einmal ein genaues Bild machen“, sagt die Ärztin. Allerdings habe sie auch schon über das Thema Kinderbetreuung eingehender nachgedacht, zumal „ich den Spagat zwischen Beruf und Familie tagtäglich erlebe“. Sie vermisse beispielsweise ein bisschen die Flexibilität bei der Betreuung von Hortkindern. Und vielleicht könne man auch noch etwas im Sinne der Familie verbessern, wenn es um Kinder „von U3 bis Hort“ geht.

In mindestens zwei Ausschüssen dabei

Einbringen will sich die 40-Jährige künftig in den Ausschüssen für Soziales und Gesellschaft sowie für Bildung und Kultur. „Das ist schon mal sicher.“ Ob sie eventuell noch in einem weiteren Ausschuss aktiv sein kann, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.