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Neu im Ganderkeseer Rat Ansiedlung von Firmen Schwerpunktthema für Neitzel

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 13.10.2016, 13:58 Uhr

Mit Stephan Neitzel (CDU) gibt es künftig einen neuen „klassischen Unternehmer“ im Ganderkeseer Gemeinderat. Er will sich vor allem um das Thema Ansiedlung von Unternehmen kümmern. Weitere Schwerpunkte: Schule, Bauen und Wohnen, Straßen und Verkehr.

„Die Gemeinde Ganderkesee hat im Bereich Wirtschaft unglaublich gute Chancen in der Zukunft. Da geht noch mehr.“ Davon ist Stephan Neitzel, der sich selbst als „klassischen Unternehmer“ bezeichnet, fest überzeugt. Seine Erfahrungen und sein Wissen will der 49-Jährige, der ab November auf CDU-Seite im Gemeinderat vertreten ist, künftig auch in der Ganderkeseer Politik mit einbringen.

Beruflich geht es um erneuerbare Energie

Neitzel ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma Systemtechnik Weser-Ems, kurz SYSWE, am Industriepark in Ganderkesee. Die Abkürzung SYSWE hört er inzwischen lieber, weil viele nationale und internationale Kunden mit Weser-Ems nicht viel anfangen könnten. „Wir tragen Weser-Ems im Herzen, sind aber weltweit unterwegs“, so der Unternehmer, der mit seinem Mitarbeiterteam Energieanlagen bewertet, Kunden berät und Hilfestellung bei Problemen gibt. Angefangen mit konventionellen Anlagen geht es Neitzel zufolge heute um das große Thema erneuerbare Energien von der Photovoltaik-Anlage bis hin zum Windrad.

„Faschingsfreund aus Leidenschaft“

Ist der 49-Jährige nicht für die Firma unterwegs, verstärkt er die Freiwillige Feuerwehr Ganderkesee. Außerdem geht er gerne als Gast-Jäger im Bereich Ganderkesee-Süd auf Jagd. Und er ist „Faschingsfreund aus Leidenschaft“. Er regierte 2008 gemeinsam mit Prinzessin Annika I. (Wardenburg, früher Drieling) als Prinz Stephan I. die Ganderkeseer Narren und ist auch heute noch Sprecher der Ex-Prinzen.

Schon immer für Politik interessiert

Darüber hinaus hat sich Neitzel eigenen Angaben zufolge schon immer für Politik und Wirtschaft interessiert und schon immer die CDU unterstützt. Aktives Mitglied sei er aber erst vor etwa einem Jahr geworden – durchaus mit Blick auf die Kommunalwahl im September dieses Jahres, bei der ihm die Wähler 407 Stimmen gaben und damit einen Platz in der Ratsfraktion der CDU sicherten. Und nicht nur das: Neitzel ist inzwischen auch zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden hinter Chefin Cindy Klüner gewählt worden.

Thema: Ansiedlung weiterer Unternehmen

Der 49-Jährige möchte sich künftig in der Ratsarbeit vor allem um das Thema Ansiedlung weiterer Unternehmen in der Gemeinde kümmern. Es gebe großes Potenzial, gute Bandbreiten und attraktive Gewerbeflächen. Er möchte sich dabei auch für Start-up-Unternehmen und kleinere beziehungsweise mittlere Betriebe einsetzen, die nur kleine Flächen benötigen. „Es ist wichtig, dass sich auch Neugründer in der Gemeinde ansiedeln können“, so Neitzel.

Für günstigen Wohnraum im Ortskern

Darüber hinaus ist er der Ansicht, dass Schulen, was die Infrastruktur mit moderner Technik betrifft, besser ausgestattet werden müssen. „Ich bin selbst zur Grundschule Lange Straße gegangen. Da fällt es besonders auf, dass viel getan werden muss“, sagt der Unternehmer, auf dessen Liste außerdem die Themen Straßen und Verkehr sowie Bauen und Wohnen stehen. Sein Kommentar: „Wir brauchen günstigen barrierefreien Wohnraum im Ortskern. Und da sollte man auch in die Höhe bauen können.“