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Neu im Ganderkeseer Rat Marina Münstermann will sich für den Sport starkmachen

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 28.09.2016, 10:54 Uhr

Die politische Bühne ist für die 56 Jahre alte Stenumerin noch Neuland. Marina Münstermann hat sich als neue Ratsfrau in Ganderkesee die Unterstützung von Sportin Schule und Vereinen zum Ziel gemacht.

Politisch engagiert war Marina Münstermann in ihrem Leben bislang nicht. Das änderte sich zu Beginn dieses Jahres, als die 56-Jährige in die SPD eintrat. Bereits neun Monate später darf sie sich als Teil der Fraktion der Sozialdemokraten neues Ratsmitglied nennen. „Ich habe einen ziemlichen Vertrauensbeweis bekommen mit der Stimmzahl, die große Herausforderung ist, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen“, sagt die Stenumerin. 441 Stimmen hat sie bei der Wahl bekommen, als neues Gesicht auf der politischen Bühne Ganderkesees findet sie das sehr viel.

„Straßen und Verkehr“, „Umwelt, Klima und Landwirtschaft“ sowie „Schule, Jugend und Sport“ sind die Ausschüsse, in sich denen Münstermann künftig einbringt. Besonders Letzterer passe besonders gut zu ihr, die Neupolitikerin ist seit längerer Zeit Vorsitzende im VfL Stenum. „Ich möchte die Sportvereine weiter in den Mittelpunkt stellen, um deren Wichtigkeit zu zeigen“, verspricht sie. Das Ehrenamt müsse weiter gefördert werden. Außerdem dürfe durch Lehrermangel kein Sportunterricht ausfallen.

Im Verkehrsausschuss sieht Münstermann die Schaffung von weiteren Tempo-30-Zonen als dringend notwendig. Besonders an Stellen, wo eine Gefahr für Kinder besteht. Am Trendelbuscher Weg hat sie so eine Straße direkt vor der Haustür. „Viele Kinder gehen hier zu Fuß, ich weiß wie gefährlich das ist“, sagt Münstermann.

Kinder sind Teil der Politik

Durch die Arbeit im Verein habe sie viel Kontakt zu Menschen, die mit ihren Sorgen direkt an sie herantreten könnten. „Die Politik sowohl Erwachsenen, als auch Kindern näher zu bringen, das ist für mich wichtig“, sagt die Heilpädagogin. Viele Kinder hätten sie auf den Wahlplakaten gesehen und danach neugierig gefragt, warum ihr Bild überall zu sehen sei.

Dass Münstermann sich nun politisch engagiert, habe viele überrascht – positiv, wie sie sagt. Unterstützung im Wahlkampf erhielt die alleinerziehende Mutter von ihren drei Kindern im Alter von 22, 24 und 26 Jahren besonders auf der emotionalen Ebene.

Zeit für Neues

Die 56-Jährige weiß, dass sie durch ihren Eintritt in die Politik noch viele neue Erfahrungen machen muss. „Ich lerne gerne Neues. Mein Interesse ist erst mal, durch Regularien durchzusteigen und sie zu verstehen“, sagt die Stenumerin. Am Anfang will sie sich erst mal viele Sachen anhören und eine Meinung dazu bilden.