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Neu im Ganderkeseer Rat Ratsherr Busch will Ganderkesees Ortskern beleben

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 25.09.2016, 14:52 Uhr

Stillstand, den gibt es im Leben von Thorsten Busch nicht. Der 53-jährige Entertainment-Manager und Dozent, der für die Unabhängigen Wähler Gemeinde Ganderkesee (UWG) in den Gemeinderat eingezogen ist, kommt viel rum und bringt schon von Berufs wegen Kunden und Gewerbetreibende zusammen.

Kein Wunder, dass Busch sich nach seinem Einzug in den Rat in die Diskussion um die Steigerung der Attraktivität des Ganderkeseer Ortskerns ebenso einbringen will bei der Aufwertung der Geschäftsstraßen in Bookholzberg und Schierbrok. Auch für die Neugestaltung des Marktplatzes hat Busch Ideen.

„Kundenschwund in den Griff bekommen“

„Wir müssen ganz dringend etwas tun“, so Busch, „sonst bekommen wir den Kundenschwund und das Ladensterben nicht mehr in den Griff“, befürchtet er.

„Ganderkesee hat Charme“

Der dörfliche Charakter sei dennoch zu erhalten „Ganderkesee hat Charme, das ist das, mit dem wir hier noch punkten können. Gegen die Einkaufszentren auf der grünen Wiese können und sollten wir nicht den Wettbewerb aufnehmen“, so Busch.

Damit es künftig immer öfter heißen könnte „Kauf῾ im Ort, lauf῾ nicht fort“, seien aber gemeinsame Anstrengungen von Kaufleuten, Immobilienbesitzern und Gemeinde nötig, betont der UWG-Ratsherr.

„Der Freizeitwert im Ort muss erhöht werden, denn die Aufenthaltsqualität und somit die Verweildauer tragen entscheidend zur Steigerung des Kundenlaufs bei“, erläutert Busch.

„Kostenloses Internet im Ort“

Ein erster Schritt könnte die Einrichtung eines flächendeckenden kostenlosen Wlan-Netzes sein, nach Möglichkeit sogar in der gesamten Gemeinde, regt er an.

„Wie wichtig der Internetzugang auch für Touristen und junge Leute ist, habe ich weltweit auf meinen vielen Reisen als Entertainment-Manager erfahren“, betont er.

„Von möglichen Investitionen, egal ob in Infrastruktur oder Immobilien, profitieren in erste Linie die Bürger selbst, dann der Tourismus, und dadurch schließlich die Kaufleute“, stellt Busch die Zusammenhänge aus seiner Sicht klar.

Neben gestalterischen Anstrengungen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität könnte auch ein Prämienmodell fruchten, glaubt er: „Die Verwaltung sollte Gewerbetreibende, die sich im Ort neu ansiedeln wollen und dabei neue Arbeitsplätze schaffen, mit Prämien oder Pachtzuschüssen unterstützen“, schlägt Busch vor.

Anreize für richtigen Gerwerbe-Mix im Ort schaffen

Mit dieser Steuerungsmöglichkeit könnte auch für einen laut Busch „vernüftigen Branchenmix“ gesorgt werden.

„Unsere Gemeinde“, das macht Busch unmissverständlich klar, „muss liebens- und lebenswert bleiben sowohl für junge Familien mit Kindern als auch für Senioren oder Behinderte.“ Um Familien zu entlasten, will Busch sich für kostenlose Schul- und Kindergartenspeisungen einsetzen. Er fordert: „Auch die soziale Betreuung von Schülern über die Unterrichtszeit hinaus sollten wir aufbauen, denn es gibt viele berufstätige Alleinerziehende.“