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Neubauten in Gemeinde Ganderkesee Barrierefreie Kitas mit zwei Etagen geplant

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 23.05.2017, 10:44 Uhr

Die Planungen für die Kindertagesstätten in den Neubaugebieten Urneburger Feld in Ganderkesee und Bargup in Bookholzberg gehen weiter voran. Im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft geht es am Dienstag, 23. Mai, um Größe, Barrierefreiheit und energetischen Standard.

Für die beiden neuen Kindertagesstätten in den künftigen Baugebieten Urneburger Feld in Ganderkesee und Bargup in Bookholzberg schreiten die Planungen zügig voran: Beide Kitas sollen zweigeschossig werden. Dadurch könnten beispielsweise in Ganderkesee rund 500 Quadratmeter an überbaubarer Grundstücksfläche und rund 60.000 Euro an Grunderwerbskosten gespart werden, heißt es seitens der Verwaltung. Jetzt will die Gemeinde für die beiden neuen Gebäude ein Planungsbüro beauftragen, eine sogenannte funktionale Leistungsbeschreibung zu erstellen. Nähere Einzelheiten dazu gibt es am Dienstag, 23. Mai, im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

Barrierefreiheit wichtiger Bestandteil

In der Bauausführung ist nach Angaben der Verwaltung die Barrierefreiheit ein wesentlicher Bestandteil, der sich in der Planung wiederfinden muss. Neben einem Fahrstuhl soll es auch separate Fluchttreppen aus den obenliegenden Gruppenräumen geben. Wichtig sei auch der energetische Standard. Der Vorschlag: Die beiden neuen Kindertagesstätten sollen als Effizienzhaus 55 gebaut werden. Damit werde annähernd der Standard eines Passivhauses erreicht.

Gebäude sollen zum Sommer 2018 fertig sein

Die Gebäude sollen zum übernächsten Kindergartenjahr im Sommer 2018 fertig sein, sagte Karen Becker, Fachdienstleiterin Kindertagesstätten, gegenüber dem dk. Statt vierzügig, wie ursprünglich geplant, ist die Kita in Ganderkesee fünfzügig vorgesehen, in Bookholzberg wird vierzügig statt zweizügig gebaut. 

Kirche gibt weniger Geld

Außerdem geht es im Ausschuss um den evangelischen Jona-Kindergarten. Der Knackpunkt: Aufgrund der finanziellen Situation will die Kirche statt wie bisher 66.000 Euro künftig nur noch 58.500 Euro bezahlen. Die Ausschussmitglieder sollen nun abstimmen, ob die Differenz ab 2018 aus der Ganderkeseer Haushaltskasse kommen soll.

Gemeinde soll „Sonnenblume“ übernehmen

Darüber hinaus sollen die Ausschussmitglieder einen Beschluss fassen, der die Übernahme der Trägerschaft der Kinderkrippe „Sonnenblume“ in Ganderkesee betrifft. Der Förderverein will entbunden werden, die Gemeinde Ganderkesee soll übernehmen – und zwar schon zum nächsten Kindergartenjahr ab August dieses Jahres. Bei eigener Trägerschaft kann laut Verwaltung auch der Beirat aufgelöst werden. Außerdem wird der Ausschuss aufgefordert, 12.000 Euro für wichtige Renovierungsarbeiten zu genehmigen. Die Summe soll im Nachtragshaushalt 2017 berücksichtigt werden.

Komplettiert wird die umfangreiche Tagesordnung unter anderem durch die Themen Freibad-Sanierung, Sachstand Flüchtlingsunterbringung, Sprachförderkraft für Kindertagesstätten und barrierefreie Wahllokale.