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Neue Rettungswache in Hude Mieter haben Rettungswache in Hude fest gebucht

Von Reiner Haase | 25.10.2018, 23:26 Uhr

Die neue Rettungswache in Hude soll im März 2020 bezugsfertig sein. Die Polizei und der Landkreis als Mieter haben jetzt die Verträge unterzeichnet.

Polizeipräsident Johann Kühme und Landrat Carsten Harings haben gestern mit Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew die Mietverträge für Räume im Neubau unterzeichnet, der am Arnage-Park neben dem Huder Rathaus errichtet werden soll. „Wir haben jetzt eine feste Grundlage. Die Ausschreibungen gehen morgen raus“, kündigt Bürgermeister Lebedinzew an.

Zweigeschossiger Neubau

Im zweigeschossigen Bau mietet der Landkreis Oldenburg 290 Quadratmeter für eine neue Rettungswache an; die Polizeistation Hude kann Räume mit 260 Quadratmetern Fläche beziehen. Die Mietverträge haben zunächst eine Laufzeit von 15 Jahren. Dann sind die mit 1,75 Millionen Euro veranschlagten Baukosten, die die Gemeinde vorschießt, zur Hälfte refinanziert. Laut Lebedinzew hat es aber deutliche Signale gegeben, dass es Anschlussverträge geben wird.

Johanniter im Rettungsdienst

Der Bürgermeister hat bei der Vertragsunterzeichnung die Meilensteine in Erinnerung gerufen. Der Landkreis habe den Rettungsdienstvertrag mit dem DRK-Kreisverband für Hude überraschend aufgekündigt. Hintergrund war ein Abrechnungsbetrug mit einer sechsstelligen Summe Schaden für den Landkreis. Der Streit zwischen dem Landkreis und dem DRK-Kreisverband ist zwar inzwischen förmlich beigelegt, den Rettungsdienst für Hude leistet aber die Johanniter Unfallhilfe von einer Behelfsunterkunft am Reiherholz aus. Verhandlungen zwischen dem Landkreis und dem DRK-Kreisverband hätten keinen Erfolg gehabt. Die Johanniter bleiben für den Rettungsdienst verantwortlich.

Konzentrierte Einrichtungen

Ratsbeschlüsse haben laut Lebendinzew das Huder Alleinstellungsmerkmal gerettet, die Polizei, die Feuerwehr, die Rettungswache und die Gemeinde an einem Platz zu konzentrieren.

Moderne Polizeiräume

Die Huder Polizisten ziehen in Räume um, die moderner ausgestattet sind als die bisher genutzten. Die Modernisierung wäre laut Kühme irgendwann gekommen und komme nun vorzeitig.

Einweihung im Jahr 2020

Lebedinzew hofft, dass zügig ein Unternehmen gefunden wird, das mit dem Rohbau bis spätestens März 2018 beginnt. Er hoffe, dass trotz der brummenden Konjunktur im Baugewerbe akzeptable Preise vereinbart werden können. Die vom Architektenbüro Dunkler-Gronwald/Wiechmann gezeichnete Pläne sehen einen Neubau mit roten Ziegel und rot eingedecktem Dach mit einem Giebel zur Parkstraße hin vor. „Wenn alles reibungslos läuft, gehe ich von einem Einzug im März 2020 aus“, sagt Lebedinzew.