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Neue Zuweisungen Flüchtlinge sollen in Ganderkeseer Turnhalle

Von Thomas Deeken | 31.07.2015, 14:48 Uhr

Die Gemeinde Ganderkesee wird ab Montag, 3. August 2015, mehr Flüchtlinge als bisher aufnehmen. Das teilte Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas am Freitag, 31. Juli, mit. Aufgrund der großen Wohnungsnot in der Gemeinde sei inzwischen auch die Einrichtung von Notunterkünften erforderlich – wie möglicherweise in der Turnhalle am Habbrügger Weg.

Die Landesaufnahmebehörde (LAB) in Bramsche hat laut Gerken-Klaas die Gemeinde Ganderkesee am Dienstag, 28. Juli, darüber informiert, dass aufgrund der dortigen hohen Zugangszahlen in den nächsten Wochen erhöhte Zuweisungen von Flüchtlingen in die Kommune erfolgen werden. So sollen am Montag zunächst zehn Flüchtlinge und dann ab Donnerstag, 13. August, so lange wöchentlich bis zu 15 Personen nach Ganderkesee kommen, bis die aktuell noch zu erfüllende Quote von 110 Flüchtlingen erreicht ist.

Notunterkunft wird vom Kreis geprüft

Über diese neue Situation haben die Bürgermeisterin und Mitarbeiter der Verwaltung jetzt mit den Fraktionsvorsitzenden gesprochen und über Lösungsvorschläge diskutiert. Neben der weiteren Wohnungsakquise und der Festlegung von Standorten für mobile Unterkünfte mache die vermehrte Zuweisung jetzt auch die Einrichtung von Notunterkünften erforderlich, hieß es in dem Gespräch. So könnte beispielsweise eine Notunterkunft in der Turnhalle am Habbrügger Weg eingerichtet werden. Dabei gehe es um ein Gebäude in Trägerschaft des Landkreises Oldenburg, der zurzeit alle Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die dortige vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen prüfe.

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Gemeinde sucht Wohnraum

In diesem Zusammenhang ruft die Gemeindeverwaltung nochmals dazu auf, freien, geeigneten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Auskünfte dazu erteilt Fachdienstleiter Rainer Heinken, Telefon (04222) 44509. Durch die vermehrten Zuweisungen müsse auch die ehrenamtliche Hilfe erweitert werden, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Wer sich dafür anbieten möchte, kann sich bei der Freiwilligenagentur „Mach mit“, Angelika Sagehorn, Telefon (04222) 44517, oder Christa Wachtendorf, Telefon (04222) 44522, melden.

Infoveranstaltung am 3. September geplant

Für Donnerstag, 3. September 2015, kündigt die Gemeindeverwaltung eine Informationsveranstaltung im Rathaus zum Thema Flüchtlinge an. Dort sollen Fragen beantwortet werden, die sich häufig stellen - zum Beispiel: „Wie viele Flüchtlinge sind zu erwarten?“, „Wie kommt die Gemeinde an Unterkünfte?“, „Wie ist die Betreuung geregelt?“, „Wie kann ich mich ehrenamtlich engagieren?“ und „Wer sind Ansprechpartner für mich?“. Unabhängig davon sei geplant, auch die Vorsitzenden der Orts- und Heimatvereine sowie die Bezirksvorsteher in einer gesonderten Zusammenkunft über die Situation zu informieren. „Wir hoffen, dass die Einrichtung einer Notunterkunft nur eine vorübergehende Lösung ist und es uns gelingt, andere Unterkünfte für die Flüchtlinge zu finden“, sagte Fachdienstleiter Heinken.

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