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Neuer Marktplatz Ganderkesee Schritt voran für Neuen Markt in Ganderkesee

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 22.04.2016, 21:12 Uhr

Der Neue Marktplatz in Ganderkesee soll stärker zum Verweilen einladen. Ein neuer Gestaltungsentwurf wird im Rathaus und unter Betroffenen diskutiert.

„Erlebnis am Markt“: So lautet für den Ganderkeseer Landschaftsarchitekten und Gartenbauer Volker Kreye das Programm für den östlichen Teil des Neuen Marktplatzes in Ganderkesee. Er will diesem Bereich mit Spielflächen, Hochbeeten, niedrigen Hecken und einigen Bäumen mit kleinen Kronen sowie einer Fläche für Außengastronomie Aufenthaltsqualität verschaffen. Den Weg vom Durchgang zum Famila-Markt zur anderen Hälfte des Neuen Marktplatzes sollen rote Klinkerkarrees, eingefasst von grauem Granit, markieren. „Der westliche Teil des Neuen Markts soll zumindest vorerst so bleiben, wie er ist“, betont Peter Meyer, der Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung im Rathaus.

400000-Euro-Projekt

Diese Planskizze hat Kreye am Donnerstagabend in einer von Anwohnern der Ganderkeseer Ortsmitte sehr gut besuchten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung vorgestellt. Sie soll Grundlage für eine Diskussionsveranstaltung mit den betroffenen Anliegern, des Kaufleute-Vereins GanterMarkt, Vertretern der Wochenmarktbeschicker, dem Orts- und Heimatverein und dem Arbeitskreis der Selbsthilfe-. und Initiativgruppen werden. Auf Drängen der Politik werden auch Ganderkeseer eingeladen, die über das Projekt Quartiersinitiative Niedersachsen (QIN) Ideen zur Gestaltung des Marktplatzes entwickelt hatten. Die Diskussionsrunde soll zügig zusammengerufen werden; für Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas ist die Sitzung des Verwaltungsausschusses am 11. Mai das Zieldatum. Anschließend soll die Skizze zum Planentwurf mit Kostenschätzung ausgearbeitet werden. Im Haushalt der Gemeinde sind für das Projekt Neuer Marktplatz 400000 Euro verankert.

Gegensätzliche Anforderungen

„Gottsei dank geht es einen Schritt weiter“, kommentierte Heinz-Peter-Häger (SPD) am Donnerstagabend den Kreye-Vortrag; andere Ratsmtglieder pflichteten ihm bei. Von Seiten der Politiker und auch der Bürger hagelte es auch kritische Anmerkungen. Ein Knackpunkt ist schon seit etlichen Jahren die Zahl der Autos, die auf dem zentralen Platz in der Ortsmitte abgestellt werden können. Für die Osthälfte sieht die Kreye-Skizze den Erhalt einiger Parkplätze vor; für die Westhälfte macht er keine Angaben. Die Grünen wollen den Platz zur gänzlich autofreien Fläche machen. Kaufleute dagegen fordern mehr Parkplätze. Buchhändler Gustav Förster mahnte, die Jahrzehnte alte Forderung der Werbegemeinschaft sei aktueller denn je: Es sei abzusehen, dass der Hagstedt-Parkplatz zwischen der Rathaus- und der Lindenstraße entfalle. Dort soll ein Mehrfamilienhaus errichtet werden.