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Neuer Name, neue Pläne Hospizkreis Ganderkesee erweitert sich um Hude

Von Kristina Roispich | 04.05.2017, 21:57 Uhr

Zwölf Jahre lang begleiten sie schon Menschen beim Sterben und Trauern. Nun hat sich der Hospizkreis Ganderkesee offiziell um den Bereich Hude erweitert.

„Der Hospizkreis Ganderkesee hat sich dazu entschieden, wie in der Ehe einen Doppelnamen anzunehmen“, erklärte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew gestern die neue Namensgebung. „Hospizkreis Ganderkesee-Hude“ ist nun der neue Name, für den Verein, der Menschen beim Sterben und deren Angehörige beim Trauern begleitet.

„Traditionsgemäß gibt es hier ganz viele Verbindungen zwischen Ganderkesee und Hude“, so der Bürgermeister, wie bei der regioVHS, dem Zweckverband Kommunalservice Nordwest oder der gemeinsamen touristischen Route. „Hude bekommt so ein neues soziales Angebot, was wir hier selbst vor Ort so gar nicht haben.“

Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Rainer Heinken ergänzte: „Die Verbindung gibt es praktisch schon länger, aber so richtig gelebt wird sie erst jetzt.“ So finde beispielsweise die Trauergruppe bereits alle 14 Tage in Hude statt, ebenso wie die offenen Hospizabende.

Trauercafé ab Herbst in Hude

Um mit dem Hospizkreis auch in Hude bei den Bürgern präsenter zu werden, wird unter anderem ab Herbst ein Trauercafé in Hude neu ins Leben gerufen, wie die Koordinatorin des Hospizkreises, Susanne Lebedinzew berichtete. Es wird das Bookholzberger Café sein, dass sich ab August dann jeden ersten Sonntag im Monat in der Diakonie Sozialstation in Hude befindet.

„Sterbebegleitung ist ein präsenteres Thema geworden, das aus der Tabuzone herausgerissen wurde“, findet Bürgermeister Lebedinzew. Susanne Lebedinzew erklärt: „Es geht ums Zuhören. Das hört sich nach ganz wenig an, bedeutet aber ganz viel.“ Und sie weist darauf hin: „Das Angebot ist kostenlos und unterlieg absoluter Schweigepflicht.“

„Wir haben den Anspruch, uns in verschiedenen Bereichen immer weiter zu entwickeln, wie beispielsweise in der Sterbebegleitung bei Kindern“, sagte Heinken. 56 ehrenamtliche Begleiter sind aktuell im Hospizkreis tätig. Doch über weitere Ehrenamtliche freue man sich sehr.

Vorbereitungskurs für Hospizbegleiter

Daher wird von November bis April ein Vorbereitungskurs für Hospizbegleiter angeboten. Darin lernen die Teilnehmer alles Wichtige zur Begleitung – von der Kommunikation über Nähe und Distanz bis hin zur Patientenverfügung. Die Teilnahme kostet für diejenigen, die sich entschließen, die nächsten zwei Jahre für den Hospizkreis tätig zu sein, 100 Euro. Die restlichen Gebühren von 1300 Euro übernimmt der Verein.

Hospizgottesdienst folgt

Als Nächstes auf dem Veranstaltungsplan steht zudem ein Hospizgottesdienst in der Gaststätte Menkens in Hoykenkamp am 18. Juni um 15 Uhr.