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Neuer Name, neue Räume Hospizkreis Ganderkesee-Hude erweitert sich

Von Kristina Müller | 15.06.2017, 18:27 Uhr

Der Hospizkreis Ganderkesee-Hude erweitert sich: Nicht nur mit seinem neuen offiziellen Namen, sondern auch räumlich.

Neuer Name, altes Programm: Der Hospizkreis Ganderkesee darf sich jetzt offiziell um den Zusatz „Hude“ erweitern. „Letzte Woche kam das Schreiben vom Amtsgericht“, berichtet Chris Peikert-Baramsky, Vorsitzende des Hospizkreises. „Dadurch hat sich das auch in der Wahrnehmung der Menschen verändert, auch wenn wir schon lange in Hude aktiv sind.“

Nach der offiziellen Freigabe wurde sogleich der Anrufbeantworter neu besprochen und auch neue Flyer seien bereits in Arbeit. „Die Arbeit des Hospizkreises hat sich dadurch jedoch nicht verändert“, betont Peikert-Baramsky.

„Neues Zuhause“

Mit dieser symbolischen Erweiterung kommt nun auch eine praktische, denn der Verein zieht um. Acht Jahre lang war der Hospizkreis an der Lindenstraße 12 zu finden. „Wir brauchen jedoch nun neue Räume, weil die Anforderungen gewachsen sind“, erklärte die Vorsitzende.

130 Quadratmeter, mehr als das doppelte als bisher, stehen im Haus von Seggern an der Rathausstraße 19 im ersten Obergeschoss zur Verfügung. „Da ist ab dem 1. Oktober unser neues Zuhause“, freut sie sich. „Das ist für uns ein mutiger Schritt.“

Veranstaltungen in den neuen Räumen

Den Umzug mit Kosten von etwa 10.000 Euro, unter anderem auch für neues Mobiliar, könne der Hospizkreis dank zwei großer Erbschaften finanzieren, berichtet Kassenwartin Annegret Ullmann. Die laufenden Kosten könnten durch eine größere Förderung aufgrund von mehr Betreuten gestemmt werden.

Die Angebote des Hospizkreises werden laut Peikert-Baramsky gut angenommen, wie die Trauergruppe oder das -café. Nach dem Umzug könnten diese Angebote dann zukünftig auch in den eigenen Räumen stattfinden, blickt sie voraus. Die Ganderkeseer Trauergruppe finde sogar bereits dort statt.

Aufzug einbauen

„Damit alle Menschen an unserem Angebot teilhaben können“, habe der Verein gemeinsam mit dem Vermieter beschlossen, einen Aufzug einzubauen, wie Linda Bahr, Koordinatorin des Hospizkreises, berichtet. Die Kosten teilen sich Vermieter und Hospizkreis mit jeweils 15.000 Euro.

Dazu bittet der Verein nun um Spenden: Diejenigen, die den Hospizkreis in seinen neuen Räumen als „Ort der Begegnung“, wie Bahr es nannte, unterstützen möchten, sollten auf der Überweisung den Zusatz „Aufzug“ und ihre Adresse angeben, „denn wir möchten uns gerne bedanken“, so die Koordinatorin.

Ideelle Unterstützung

Für diese Spendenaktion sicherten der Seniorenbeirat in Ganderkesee, der in Hude und der Behindertenbeirat in Hude ihre ideelle Unterstützung zu. „Wenn wir alle nicht zusammenarbeiten, wer soll es dann tun“, betonte Jürgen Lüdtke, Vorsitzender des Seniorenbeirates Ganderkesee.

Zum Welthospiztag am 14. Oktober möchte der Hospizkreis in den neuen Räumen auch gleich einen Tag der offenen Tür veranstalten. „Wir hoffen, dass das mit dem Umzug gut läuft und das dann klappt“, so Peikert-Baramsky.

Insgesamt 85 Mitarbeiter, darunter 56 ehrenamtliche Trauer- und Hospizbegleiter und drei hauptamtliche Koordinatoren, sind beim Hospizkreis tätig. Der Verein zählt derzeit 207 Mitglieder