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Neues Gerätehaus in Bookholzberg Gemeinde will bei Feuerwehrneubau Zeit und Geld sparen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 14.09.2017, 18:18 Uhr

Politik und Verwaltung der Gemeinde Ganderkesee wollen beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Bookholzberg Zeit und Geld sparen.

Aus diesem Grunde haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen am Mittwochabend einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde ein Planungsbüro damit beauftragen soll, eine Vorentwurfsplanung einschließlich Kostenschätzung und Leistungsbeschreibung zu erstellen. Anschließend soll eine Ausschreibung für den schlüsselfertigen Bau eines Feuerwehrgebäudes einschließlich erforderlicher Planungsleistungen für einen Generalunternehmer erfolgen.

Ursprünglicher Plan: Europaweite Ausschreibung

Genau vor einem Jahr hatte der Verwaltungsausschuss (VA) noch beschlossen, für den geplanten Neubau an der Straße An der Bahn zwischen Wellenhofsweg und Huntestraße – dort, wo die Mobilhalle für Flüchtlinge gestanden hatte – einen europaweiten Teilnahmewettbewerb auszuschreiben. Zwischenzeitlich hat sich laut Verwaltung gezeigt, dass ein solches Vorgehen zeitaufwendig ist und vermeidbare Kosten mit sich bringt. Im Rahmen der Ausschreibung für den Bau von zwei Kindertagesstätten sei im März dieses Jahres ein anderes Vorgehen für praktikabler angesehen worden: Ein Architekt erstellt einen Vorentwurf, schätzt die Kosten und entwirft eine funktionale Leistungsbeschreibung. Anhand dieser Unterlagen könne bis ins Detail festgelegt werden, wie das Feuerwehrgerätehaus aussehen und ausgestattet sein soll, so die Verwaltung. Weil dieser Vorschlag bei allen Ausschussmitgliedern sehr gut ankam, wurde der VA-Beschluss vom vergangenen Jahr aufgehoben und der neuen Vorgehensweise zugestimmt. Ein wichtiger Punkt dabei: Durch dieses Prozedere werde die Gemeinde rund 30.000 Euro an Honorarkosten sparen.

Bebauungsplan im Sommer rechtsverbindlich?

Wie es rein zeitlich mit dem Projekt weitergeht, konnte die Verwaltung noch nicht sagen. „Wir hoffen erst einmal, dass der Bebauungsplan im Sommer nächsten Jahres rechtsverbindlich wird“, so Gemeindesprecher Hauke Gruhn.

Bei Wirtschaftsförderung kein eigenes Unternehmen

Im Ausschuss gab es eine weitere einstimmige Empfehlung: Alle Mitglieder folgten nach einer umfangreichen Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen dem Vorschlag der Verwaltung, vorerst keine gemeindeeigene GmbH mit dem Unternehmenszweck Wirtschaftsförderung zu gründen. Darauf ließ sich auch Antragsteller Ralf Wessel (CDU) ein, der allerdings noch ein Konzept für die künftige Wirtschaftsförderung vermisste. Darauf konterte Wirtschaftsförderin Christa Linnemann, sie habe das Konzept bereits im März auf 15 Seiten vorgestellt. Allerdings ohne das Thema Finanzierung. Da müsse projektbezogen vorgegangen werden.