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Neues Projekt im RUZ Hollen Schüler sollen regionale Lebensmittel wertschätzen

Von Kristina Müller | 24.05.2017, 08:29 Uhr

Im Dezember vergangenen Jahres hat das RUZ Hollen das Projekt „WertSCHÄTZE Regionale Lebensmittel“ gestartet. Wie weit die Planungen inzwischen sind, hat sich Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen gemeinsam mit Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth angehört.

Wann und wo wächst welches Gemüse? Was bedeuten die Zahlen auf den Eiern? Und was für Siegel sind das auf den Milchpackungen? Diesen Fragen widmet sich ein neues Projekt des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) in Hollen mit dem Titel „WertSCHÄTZE Regionale Lebensmittel“, dessen Konzeption im vergangenen Dezember gestartet ist.

Über den aktuellen Stand der Entwicklungen haben sich Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen, Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie Landtagskandidatin Annemarie Glowienka (alle CDU) informiert.

Regionales Bewusstsein stärken

Ziel des Projektes ist vor allem, das regionale Bewusstsein für Natur und Umweltschutz zu stärken, Kontakte zu Produzenten herzustellen und die Region als Wirtschaftsstandort zu stärken, wie Projektleiterin Katja Wessolowski ausführte.

„Wir hatten so viele Anfragen von Schulklassen zum Thema“, erinnert sich Marina Becker-Kückens, Geschäftsführerin des RUZ. Deshalb werden nun zwei Kursprogramme entwickelt: „Streuobstwiese“ für Grundschüler und „Lebensmittelkennzeichnung“ für Sekundarstufe I. Auf zwölf Monate ist die Konzeptionsphase angelegt.

Siegel und Kennzeichen erkennen

Wie man regionale Produkte erkennt und was die Siegel und Kennzeichen bedeuten, können Schüler bald spielerisch mit einem Brettspiel lernen. „Heutzutage stehen so viele Sachen auf einer Milchpackung drauf. Wir wollen Schülern die Möglichkeiten geben, selbst Kaufentscheidungen treffen zu können“, erklärte Ökotrophologin Claudia Kay vom RUZ.

Auch ein Handbuch „Heimische Lebensmittel“ ist geplant. Darin zu finden sind Rezepte, Lebensmittelkunde und auch ein Saisonkalender, sprich: Wo wachsen wann welche Produkte. „So eine Dokumentation gab es hier im Landkreis Oldenburg so noch nicht“, sagte Becker-Kückens.

Durchführung im kommenden Jahr

Mit dem Kurs „Streuobstwiese“ sollen Kinder die Sorten- und Artenvielfalt von Obst und Gemüse kennen- und schätzen lernen. „Nur 40 Prozent des Gemüses und 25 Prozent des Obstes kommt aus Deutschland, deshalb müssen wir das, was bei uns wächst, mehr wertschätzen“, erläuterte Kay die Idee dahinter.

Auch viele Erwachsene wüssten nicht mehr, wo die Lebensmittel herkommen, deshalb soll es auch ein Angebot für Erwachsene geben.

Im kommenden Jahr steht dann die Umsetzung des Projektes im RUZ an. Gefördert wird es von Leader Wildeshauser Geest mit knapp 14.000 Euro und vom Landkreis Oldenburg mit 2600 Euro bezuschusst. Das Projekt kostet insgesamt mehr als 34.000 Euro.