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Neues Tempolimit auf B213 Künftig Tempo 70 zwischen Hengsterholz und Havekost

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 16.02.2016, 13:02 Uhr

Um die Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße 213 im Kreuzungsbereich Havekost zu erhöhen, wird es noch in dieser Woche eine neue Geschwindigkeitsregelung geben. Das hat Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung mitgeteilt.

Konkret bedeutet das: Zwischen der Straße Brinkfuhren in Havekost und Höhe Kartoffelhof Moorschlatt in Hengsterholz soll das Tempo auf der rund zwei Kilometer langen Strecke auf durchgehend 70 Kilometer pro Stunde gesenkt werden.

Große Trägertafeln mit Hinweis auf Radarkontrolle

Neu ist laut Saalfeld auch, dass vor dem Kreuzungsbereich Wildeshauser Landstraße/Havekoster Straße/Harpstedter Straße, sowohl aus Richtung Delmenhorst, als auch aus Richtung Wildeshausen kommend, große Trägertafeln mit der Tempo-70-Festsetzung und dem Zusatz Radarkontrolle aufgestellt werden sollen. Das sei keine leere Drohung. Es werde dort tatsächlich geblitzt, sagt die Sprecherin der Gemeinde, die darauf hinweist, dass es in dem Kreuzungsbereich schon seit einiger Zeit regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen gebe. Das werde auch weiterhin so gehandhabt. Die Schilder würden noch in dieser Woche aufgestellt.

2013 Unfallhäufungsstelle

Zum Hintergrund: Für das Jahr 2013 wurde die Kreuzung als sogenannte Unfallhäufungsstelle eingestuft. Und auch in den Folgejahren kam es dort zu weiteren Verkehrsunfällen. Der Grund: Viele Verkehrsteilnehmer waren mit viel zu hohem Tempo unterwegs, wie regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen ergeben hatten – und das, obwohl dort Tempo 70 gilt. Allerdings durften Kraftfahrer auf dem kurzen Stück zwischen Hengsterholz und Havekost bislang mit 100 Stundenkilometern unterwegs sein – möglicherweise eine Ursache dafür, dass Kraftfahrer die Geschwindigkeit nicht schnell genug wieder reduzierten.

Vier Unfälle mit sechs Schwerverletzten

Laut Kai-Uwe Pfänder, Leiter des Sachgebietes Verkehr bei der Polizei in Delmenhorst, gab es zwischen 2011 und 2013 vier Unfälle mit insgesamt sechs Schwerverletzten sowie einen Unfall mit einer leicht verletzten Person. Weitere Schwerverletzte habe es in den Jahren danach trotz einiger Unfälle bislang nicht mehr gegeben. Dennoch habe es die Entscheidung gegeben, Tempo 70 festzusetzen und nach wie vor die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge zu messen.

Ein möglicher Kreisverkehr an der Kreuzung war unter anderem auf Anregung der UWG/FWG-Gruppe im Straßenausschuss des Landkreises diskutiert worden. Die Verwaltung sah damals allerdings keine Notwendigkeit für einen Kreisel.