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Niederdeutsches Theater Spaß und Witz auf der Theaterbühne in Ganderkesee

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 14.10.2016, 09:19 Uhr

Vorhang auf: Schon am Freitag, 21. Oktober, beginnt die Saison des Niederdeutschen Theaters in Zuerst kommen die Emhuser Plattsnackers. Weitere fünf Speelkoppeln werden bis Anfang März im Gymnasium erwartet.

„Stücke, die zum Lachen bringen sollen, die Spaß machen und in einer Sprache geschrieben sind, die in dieser Region tief verwurzelt ist“, stehen in diesem Jahr wieder beim Niederdeutschen Theater in der Gemeinde Ganderkesee auf dem Programm. Das hat Kunsthistorikerin Dr. Wiebke Steinmetz von der regioVHS, die den Spielplan zusammengestellt hat, am Donnerstag bei der Vorstellung der einzelnen Stücke betont. Eingeläutet wird die Spielzeit bereits am Freitag, 21. Oktober, mit der Komödie „Een kommodigen Abend“ von Ingo Sax, präsentiert von den Emhuser Plattsnackers aus Thedinghausen. Die Gruppe war schon in der vergangenen Spielzeit zu Gast in Ganderkesee, als sie kurzfristig für die Speelkoppel Bookholzberg einsprang. Spielort ist nach wie vor die Aula des Gymnasiums.

Weniger Zuschauer

Insgesamt besuchten in der vergangenen Theatersaison 824 Freunde der plattdeutschen Sprache die sechs Aufführen. Das waren im Schnitt 138 Besucher pro Theaterstück. Im Jahr davor kamen 935 Personen zu den Vorstellungen, davor 874. Auch bei den Abos gab es einen leichten Rückgang: Die Abo-Karte wurde für 2015/16 insgesamt 91 Mal verkauft (2015: 109; 2014: 110).

Ersparnis durch Abo

Dabei gibt es einige Vorteile gegenüber der Einzelkarte, wirbt Steinmetz. Man spart 15 Prozent des normalen Eintrittspreises, der Stammplatz bleibt reserviert, man muss sich nicht an der Theaterkasse anstellen, und die Abo-Karte ist übertragbar. Der Preis beträgt 39 Euro und ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Eine Einzelkarte kostet unverändert 7,50 Euro.

Start im Oktober hat sich bewährt

Bewährt habe sich, die Spielzeit bereits im Oktober zu starten. Das sei im vergangenen Jahr sehr positiv aufgenommen worden, sagt die Spielplan-Organisatorin. Zuvor waren die Komödien alle im ersten Drittel des Jahres gezeigt worden – und wegen der Faschingstermine sogar im Zwei-Wochen-Rhythmus.

Komödien statt Drama oder Krimi

Gezeigt werden auch in diesem Jahr wieder Stücke, die einen humorvollen Blick auf den Alltag werfen, Beziehungs- und Verwechslungsgeschichten mit viel Witz und Heiterkeit. Ernstere plattdeutsche Stücke, die durchaus ein großes Publikum finden, oder Krimis seien nicht im Angebot der Speelkoppeln gewesen, so Steinmetz.