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Noch wenige Teilnehmer aus Ganderkesee Kreis Oldenburg fördert Training für junge Autofahrer

Von Thorsten Konkel | 03.03.2015, 14:08 Uhr

Ganderkesee/Landkreis Oldenburg. Junge Fahrer zählen weiterhin zur Risikogruppe für Verkehrsunfälle im Kreis Oldenburg. Ein neuer Verkehrsübungsplatz in Delmenhorst soll das Sicherheitstraining für Interessierte aus Ganderkesee und Hude attraktiver gestalten.

Ab 14. März setzt die Verkehrswacht im Landkreis Oldenburg ihr Sicherheitstraining für Fahranfänger und junge Autofahrer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren fort – und wendet sich dabei verstärkt an Interessierte aus den Gemeinden Ganderkesee und Hude: „Wir haben im vergangenen Jahr 115 Teilnehmer gehabt, leider zu wenige aus Ganderkesee und Hude“, blickt der 1. Vorsitzende Siegfried Bluhm zurück. Ein Grund sei sicher der frühe Beginn: „Die jungen Leute sind in Arbeit oder Ausbildung, am Wochenende wollen sie nicht schon um 7.30 Uhr losfahren, um nach Ahlhorn zum Üben auf den ehemaligen Fliegerhorst zu fahren“, vermutet er. Darum sei die Verkehrswacht nun mit der Bundeswehr in Adelheide im Gespräch, um voraussichtlich zur Jahresmitte den Übungsplatz in der Kaserne an der Abernettistraße in Delmenhorst mitnutzen zu können.

Hohes Unfallrisiko bei jungen Fahrern

Die praktischen Erfahrungen seien sehr wichtig, so brächte man die jungen Fahranfänger viel eher dazu, über das eigene Fahrverhalten nachzudenken. „Leider ist vor allem bei jungen Männer noch immer viel Imponiergehabe dabei, die Gruppe der jungen Fahrer zählt auch weiterhin zur Hauptrisikogruppe für Verkehrsunfälle“, bedauert Bluhm.

Ganztägige Seminare

„Das Verkehrssicherheitstraining kann helfen, gefährliche Situationen von vornherein zu vermeiden oder im Ernstfall richtig zu reagieren“, betont er. Darum würden die jungen Autofahrer in den ganztägigen Seminaren bei den Fahrsicherheitstrainern Peter Jonat, Rolf Quickert und Peter Kesten in praktischen Übungen lernen, wie ihr Fahrzeug in bestimmten Situationen reagiert und welche Folgen Fehleinschätzungen haben können.

Themen dabei sind unter anderem: Was muss ich bei einer Vollbremsung beachten? Wie weiche ich einem Hindernis richtig aus? Ob nun Fahren bei Nässe oder Glätte, auf schlechtem Straßenbelag oder in dichtem Verkehr: „Es gibt zahlreiche kritische Situationen im Straßenverkehr, nicht alle können im gewünschten Umfang im öffentlichen Verkehrsraum geübt werden“, erläutert er.

Das Verkehrssicherheitstraining der Landesverkehrswacht ist längst nicht mehr nur für junge Autofahrer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren offen. „Immer mehr begleitete Fahrer ab 17 Jahren und ihre Eltern interessieren sich dafür“, berichtet der Vorsitzende. Weil auf Privatgelände geübt wird, dürften die jugendlichen Fahrer dort auch unbegleitet fahren. Durch eine maximale Anzahl von zwölf Teilnehmern pro Trainer sei eine intensive Schulung möglich.

„Das Training sollte möglichst mit dem eigenen oder einem vertrauten Fahrzeug durchgeführt werden“, rät Bluhm.

Kreis fördert Teilnahme mit 60 Euro

Der Landkreis gewährt für Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren zu den Gesamtkosten in Höhe von 80 Euro einen Zuschuss von 60 Euro, die restlichen 20 Euro sind selbst zu tragen. Junge Menschen, die ihren Führerschein bestanden haben, erhalten von den Fahrschulen im Kreis mit Bestehen der Führerscheinprüfung Klasse B einen Gutschein über einen 60-Euro-Zuschuss für das Fahrsicherheitstraining ausgehändigt.