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Notfall in Ganderkesee und Hude DRK-Sanitäter in Ganderkesee und Hude mit neuen Autos

Von Reiner Haase | 14.12.2018, 22:35 Uhr

Der DRK-Kreisverband investiert 22000 Euro in neue Notfallkrankenwagen. Sie werden bei den Bereitschaften in Ganderkesee und Hude stationiert.

Kein Fasching in Ganderkesee, keine Landtage Nord in Wüsting ohne die Sanitäter der DRK-Bereitschaften Ganderkesee und Hude. Die versierten Helfer in Notfällen können nun auf neue Fahrzeuge zurückgreifen, wenn Patienten ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Den Bereitschaftsleitern Michael Pleus, Ganderkesee, und Christoph Strohbach, Hude, sind die Schlüssel für je einen Notfallkrankenwagen gestern vor der DRK-Kreisgeschäftsstelle in Hude offiziell ausgehändigt worden.

22.000-Euro-Invest

„Wir stärken die ehrenamtliche Arbeit in den DRK-Ortsverbänden Ganderkesee und Hude“, begründet der der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Oldenburg-Land Ulrich Gamharter bei der offiziellen Schlüsselübergabe an die Bereitschaftsleiter die Investition von rund 22.000 Euro. Die Fahrzeuge sind dem DRK-Kreisverband Cloppenburg im August abgekauft, dann leicht umgerüstet und neu beschriftet worden. Seit Oktober sind sie in Ganderkesee und in Hude im Einsatz.

200.000 Kilometer gelaufen

Im Landkreis Cloppenburg waren die Fahrzeuge an sieben Tagen rund um die Uhr als Rettungswagen unterwegs. Sie haben rund 200.000 Kilometer auf dem Tacho. „Kein Problem“, meint der Ganderkeseer Bereitschaftsleiter Pleus, „bei uns laufen sie, wenn’s hoch kommt, 5000 Kilometer im Jahr.“

Das Alter der bisher eingesetzten Notfallkrankenwagen hat laut DRK-Öffentlichkeitsarbeiter Roar Abel die Anschaffung erforderlich gemacht. Das alte Huder Fahrzeug hat 18 Jahre seinen Dienst getan und das Ganderkeseer Fahrzeug sogar noch acht Jahre mehr.

Notfallspezialisten

Die Bereitschaften der DRK-Ortsverbände sind laut DRK „Spezialisten für kleine und große Notfälle“. Ihre Schnelleinsatzgruppen sind bei Großeinsätzen und Katastrophen in den Rettungsdienst eingebunden. Die Bereitschaften werden für Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen, für die Versorgung von Verletzten bei folgenreichen Verkehrsunfällen und die psychologische Nachversorgung, bei der Bereitstellung von Notunterkünften und Mahlzeiten eingesetzt. Sie unterstützen auch die mobilen Blutspendezentren des DRK. Die freiwilligen Helfer werden sorgfältig ausgebildet und für die Einsätze angemessen ausgerüstet. Die mit Normen vorgegebene Größe und Ausstattung der Fahrzeuge entspricht fast komplett jener der Rettungswagen; ein Notarzt an Bord findet sich umgehend zurecht.

Genormte Ausstattung

Das Fahrzeug für Ganderkesee ist laut Pressesprecher Abel komplett zum Notfallkrankenwagen umgerüstet. Das Fahrzeug für Hude hat noch die Rettungswagen-Ausstattung aus Cloppenburg, wird aber normgerecht dem Ganderkeseer Fahrzeug angepasst. Auch das Äußere spielt eine Rolle, wenn auch eine untergeordnete: „Die Fahrzeuge sind optimale Werbung für uns“, sagt der DRK-Sprecher.

Einsatz beim Fasching

„Spätestens beim Fasching um den Ring im Februar 2019 sind wir mit unseren Fahrzeugen dabei“, stellt der Ganderkeseer Bereitschaftsleiter Pleus fest. Bei -zigtausend Feiernden sind Zwischenfälle einzukalkulieren. Im August sind die Sanitäter der DRK-Bereitschaften für zwei Großveranstaltungen gebucht: Anfang des Monats für das in Sandkrug geplante Open-Air-Festival „Tabula-Raaza“ mit sechs Bühnen und zwei Wochen später für die Landtage Nord, die Jahr für Jahr rund 70.000 Besucher nach Wüsting locken. „Mit Sanitätern sind wir auch im Weserstadion und auf dem Stoppelmarkt präsent. Da gibt es aber genug Fahrzeuge“, so Pleus.