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Ökumenischer Gottesdienst „Vorbildliche Einstellung zu Flüchtlingen in Ganderkesee“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 14.10.2016, 14:51 Uhr

Mit „Vielfalt! Das Beste gegen Einfalt“ ist die bundesweite Interkulturelle Woche überschrieben, an der sich auch der Ökumene-Kreis Ganderkesee beteiligt. Gemeinsam mit allen Kirchengemeinden organisiert der Kreis für Donnerstag, 20. Oktober, einen ökumenischen Gottesdienst. Beginn ist um 19 Uhr in der katholischen Kirche St. Hedwig am Habbrügger Weg in Die Predigt wird der evangelische Pastor Eckhard Dreyer halten.

Bei diesem Gottesdienst soll an diejenigen Menschen gedacht werden, die durch Krieg und Verfolgung aus ihrem Land vertrieben wurden und nach Deutschland geflohen sind, um hier in Frieden zu leben. HermannAbeln vom Ökumene-Kreis erinnerte allerdings am Freitag daran, als er über die Veranstaltung in der nächsten Woche informierte, dass „wir im letzten Jahr so viele unschöne Szenen erlebt haben, dass man sich schämen müsste für Europa“. Er wies auf Brandanschläge auf Asylbewerberheime, auf Hass und Häme bei Aufmärschen und im Internet sowie auf die rechten Parteien und Gruppen hin, die „mit Stimmung gegen Flüchtlinge auf Wählerfang gehen“.

„Beispielhafte Haltung“

Er hob allerdings hervor, „dass wir in Ganderkesee und umzu eine vorbildliche und beispielhafte Einstellung und Haltung zu den Flüchtlingen haben“. Viele Menschen, Vereine und Kreise würden helfen und ergänzten sich „bei dieser großen Herausforderung“.

Begegnung bei Brot und Wein im Gemeindehaus

Die Interkulturelle Woche gibt es seit 40 Jahren; in Ganderkesee beteiligen sich die Kirchengemeinden seit 20 Jahren. Eingeladen sind Menschen aller Konfessionen, betonte Abeln, der am Donnerstag auch Flüchtlingsberaterin Sandra Baba mit einer Gruppe syrischer Flüchtlinge erwartet. Anschließend gibt es eine Begegnung bei Brot und Wein im Gemeindehaus.