Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Offene Tür bei Feuerwehr Hude Brandschützer führen neues Tanklöschfahrzeug vor

Von Dirk Hamm | 27.03.2017, 16:27 Uhr

Über großen Zulauf hat sich die Feuerwehr Hude am Sonntag beim Tag der offenen Tür am und im Feuerwehrgerätehaus an der Parkstraße freuen können.

Zahlreiche Besucher besichtigten den Fuhrpark mit sechs Einsatzfahrzeugen, gönnten sich eine Bratwurst und ließen sich eine Rettungskarte für ihr Auto ausstellen.

Als das Martinshorn aufheult, machen die kleinen Gäste große Augen. Das wollen sie nicht verpassen: Das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) der Wehr fährt vor, und ein Feuerwehrmann zielt mit dem Strahlrohr vom Dach des Wagens aus auf den daneben gelegenen Löschwasserteich. Das TLF 3000 ist die Hauptattraktion an diesem Tag.

TLF 3000 seit Kurzem in Dienst gestellt

Bislang hatten die Huder Brandschützer die Öffentlichkeit nur zu runden Jubiläen eingeladen. Jetzt aber habe man sich überlegt, auch ohne einen solchen Anlass einen kleinen Tag der offenen Tür anzubieten, nicht zuletzt, um den Hudern das Ende 2016 ausgelieferte neue Fahrzeug vorzuführen, sagte Gruppenführer Torsten Suhr.

Nach der Anschaffung sei auf dem TLF 3000 erst mal „fleißig Ausbildung betrieben“ worden, seit Februar ist es offiziell in Dienst gestellt. Der Unimog hat laut Suhr ein Fassungsvermögen von 3000 Liter Löschwasser, ist „hochgradig geländegängig“ und auf die Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden spezialisiert.

Lücke in der Altersgruppe von 20 bis 35 Jahren

86 Aktive ab 16 Jahren, darunter acht Frauen, versehen ihren Dienst bei der Feuerwehr Hude. Eine Jugendabteilung existiert nicht. Ein Problem hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung sieht der Gruppenführer dadurch nicht unbedingt gegeben: „Bei anderen Feuerwehren streiten sich die Geister, ob wirklich so viele aus der Jugendfeuerwehr nachrücken.“

Tanja Konegen-Peters, Sprecherin der Huder Wehr, verspürt keinen Mangel an Interesse bei Jugendlichen, sich bei der Feuerwehr zu engagieren. Problematisch werde es aber in der Altersgruppe von etwa 20 bis 35 Jahren, da tue sich eine Lücke auf. Auch deswegen sei der Tag der offenen Tür organisiert worden, um vielleicht den einen oder anderen Besucher zu motivieren, sich den Brandschützern anzuschließen. „Alle sind herzlich eingeladen, es einmal auszuprobieren“, sagt Torsten Suhr. Die Übungsdienste finden immer montags von 19.30 bis 22 Uhr statt.

Umfangreiche Ausbildung zum Truppmann

Eine der Jugendlichen, die derzeit in Hude das notwendige Rüstzeug für den aktiven Dienst mitbekommen, ist Maren Sextroh. Die 16-Jährige übt regelmäßig für den Erwerb des Truppmann-Zertifikats. Nach einem Grundlehrgang sind dafür zur Vertiefung innerhalb von zwei Jahren 80 Ausbildungsstunden nachzuweisen. „Die Anforderungen sind schon ziemlich hoch“, sagt die Huderin.

Der Tag der offenen Tür war für sie aber eine leichte und angenehme Übung: Sextroh kümmerte sich um die ganz kleinen Besucher, die mit dem Strahlrohr auf eine Wand zielen konnten.