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OOWV baut neue Trinkwasserspeicher Region wird von Havekost aus mit Wasser versorgt

Von Thomas Deeken | 28.12.2015, 07:35 Uhr

Die Erneuerung des Speicherpumpwerks in Havekost schreitet gut voran. Darauf weist Gunnar Meister, Pressesprecher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) hin. Der Verband baut seit Februar dieses Jahres zwei neue Trinkwasserspeicher mit einem Volumen von je 5000 Kubikmetern.

Die Kosten belaufen sich auf rund 4,15 Millionen Euro. Im November des nächsten Jahres soll das Pumpwerk in Betrieb genommen werden.

Wassermengen sollen zu Spitzenzeiten gewährleistet sein

In Havekost steht eines von insgesamt fünf Speicherpumpwerken, die der OOWV zusätzlich zu 15 Wasserwerken in seinem Verbandsgebiet betreibt, informiert Meister. Sie werden benötigt, um die erforderlichen Wassermengen und den Versorgungsdruck zu Spitzenzeiten zu gewährleisten. „Das ist besonders morgens und abends der Fall, wenn die meisten Menschen duschen, die Toilettenspülung benutzen oder auch kochen“, so der Pressesprecher.

Wirtschaftlich rechnet sich meist nur ein Neubau

Die vorhandenen Speicher in Havekost aus dem Jahr 1967 müssten laut Meister so aufwendig saniert werden, dass sich wirtschaftlich nur ein Neubau rechnet. Die neuen Speicher entstehen nördlich der bestehenden Anlagen und fallen mit sieben Metern Höhe deutlich flacher aus als die bestehenden mit knapp über 20 Metern. Dafür ist der Durchmesser mit 33,8 Metern größer. Sie werden von den Wasserwerken in Großenkneten und Wildeshausen gefüllt.

Die Speicher sind Meister zufolge von ganz besonderer Bedeutung: Von Havekost aus wird überwiegend die Region in Richtung Harpstedt versorgt.

Pumpwerke speichern Wasser

„Immer wieder taucht die Frage auf, ob die heutigen Speicherpumpwerke den damaligen Wassertürmen entsprechen“, sagt der Pressesprecher. „Der Unterschied liegt in der Technik. Wassertürme hatten die Aufgabe, durch ihre Höhe den Wasserdruck im Leitungsnetz konstant zu halten. Heute wird der Druck über Pumpen geregelt.“ Speicherpumpwerke dienen – wie der Name schon sagt – in erster Linie der Zwischenspeicherung von Wasser.

Einer der zehn größten Wasserversorger in Deutschland

Der OOWV zählt eigenen Angaben zufolge in der Branche zu den zehn größten Wasserversorgern in Deutschland. Die 15 Wasserwerke geben insgesamt pro Jahr rund 77 Millionen Kubikmeter Trinkwasser ab. Der Pro-Kopf-Verbrauch liege bei 115 Litern pro Tag – und damit unter dem Bundesdurchschnitt von rund 120 Litern. Der Wasserpreis sei beim OOWV mit 90 Cent pro Kubikmeter seit mehr als 20 Jahren stabil.