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OOWV drängt auf neue Düngeverordnung Wasserverband will Bauern-Belange mit Grundwasserschutz vereinbaren

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 29.05.2016, 14:31 Uhr

Auf seiner Fachtagung zur Qualität des Grundwassers in Großenkneten hat der Versorger Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) auf eine neue Düngeverordnung gedrängt.

Das Problem steigender Nitratwerte könne nur gemeinsam mit der Landwirtschaft gelöst werden, beteuerte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht anlässlich des Expertentreffens auf dem Biohof Bakenhus in Großenkneten.

Gesetzgeber ist nun gefordert

Der Gesetzgeber habe bislang aber nicht geliefert. „Das hilft weder Wasserversorgern noch Landwirten, die unter den bestehenden Möglichkeiten an ihre Grenzen stoßen“, betonte er.

Es bedürfe klarer Regeln, die wirtschaftliche Belange und Grundwasserschutz vereinbar machen, stellte er fest.

Erhalt und Pflege von Grünland

Unter dem Titel „Grünland und Wasserschutz“ tauschten sich rund 150 Landwirte und Fachleute der Wasserversorgung aus. Erhalt und Pflege von Grünland sind Eckpfeiler des funktionierenden Wasserschutzes, so die Meinung der Tagungsteilnehmer.

Die Produktion von Lebensmitteln müsse sich stärker an nachvollziehbaren Indikatoren der nachhaltigen Bewirtschaftung messen lassen, berichtete OOWV-Sprecher Gunnar Meister aus den Reihen der Diskussionsteilnehmer.

Höhere Erlöse gefordert

Für den Verbraucher sollten erkennbare Merkmale entwickelt werden, die eine Orientierung bieten und die gleichzeitig zu einer höheren Nachfrage für die Produkte und damit zu höheren Erlösen für die landwirtschaftlichen Betriebe führen.

Anreize schaffen

Dabei diskutierten die Experten auch über die grundsätzliche Frage, wie außerhalb der geschützten Gebiete Anreize für die Schaffung und den Erhalt von Grünland geschaffen werden können, die für die Landwirtschaft auch eine ökonomische Sicherheit bieten.