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OOWV-Trinkwasserversorgung 4,15 Millionen für neue Wasserspeicher in Havekost

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 06.04.2017, 10:40 Uhr

Voraussichtlich im Juli wird das neue Speicherpumpwerk des OOWV in Havekost in Betrieb genommen. Der Wasserversorger investiert 4,15 Millionen Euro.

Immer Druck auf der Wasserleitung: Dafür sorgen im Versorgungsbereich des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) neben 15 Wasserwerken fünf Speicherpumpwerke. Das Speicherpumpwerk in Havekost in der Gemeinde Ganderkesee, bestehend aus zwei strömungstechnisch günstigen Rundbauten, wird seit Februar 2015 komplett erneuert. „Die alten Speicher haben ausgedient und werden abgerissen, wenn die neuen fertig sind“, berichtet Projekt-Ingenieur Axel Spiekermann. Das alte Werk sei ein halbes Jahrhundert alt und nicht mehr sanierbar. Das neue werde für einen 100-jährigen Betrieb geplant. Investiert werden laut OOWV-Pressesprecher Gunnar Meister rund 4,15 Millionen Euro.

Zweimal 5000 Kubikmeter Volumen

Die Speicherbecken mit je mit je 5000 Kubikmetern Fassungsvermögen sollten eigentlich schon vor Ablauf des Jahres 2016 befüllt und das neue Speicherpumpwerk in Betrieb gegangen sein. Jetzt soll das im Juli passieren. „Verzögerungen von mehreren Monaten sind bei Bauwerken dieser Größenordnung keine Seltenheit. Insbesondere das Wetter hat während der Wintermonate den Zeitplan beeinträchtigt“, erklärt Spiekermann.

Bis zu 6000 Kubikmeter Wasser pro Tag

Anlagenleiter Hartwig Hillen ergänzt, dass das Wetter für den Start im Juli mitspielen muss. Wenn eine Hitzewelle den Wasserverbrauch auf die Spitze treibt, soll nicht auch noch Wasser in die neuen Speicherbecken geleitet werden. In normalen Zeiten fließen rund 3000 Kubikmeter pro Tag vor allem Richtung Harpstedt, aber auch nach Ganderkesee, an Spitzentagen bis zu 6000 Kubikmeter.

Bewegung schützt vor Keimbildung

„Das Wasser ist ständig in Bewegung, was einer Keimbildung vorbeugt“, erläutert Hillen im Bauch eines der beiden sieben Meter hohen Speicher mit fast 34 Metern Durchmesser und schneckenhausartigem Innenausbau. „Wasser geht immer unten in die Leitungen“, ergänzt der Anlagenleiter. Projektingenieur Spiekermann weist auf ein Loch in der Wand knapp unterhalb der Decke: „Das ist der Überlauf.“ Einmal im Monat wird so viel Wasser aus den Wasserwerken in Großenkneten und Harpstedt in das Bauwerk geleitet, dass durch Überfüllen Wasser ausströmt, das sonst jahrelang stehen bleiben und von Keimen befallen werden könnte. Der Überlauf mündet in einen Teich neben den Speichern.