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Ortstermin in Ganderkesee SPD-Fraktion fordert erneut Querungshilfe beim Schlattenweg

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 07.03.2016, 20:58 Uhr

Um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer an der Urneburger Straße zu erhöhen, will die SPD-Fraktion erneut eine Querungshilfe im Bereich des Schlattenwegs beantragen. Das machte Fraktionschef Werner Brakmann am Montagabend bei einem Ortstermin mit Anwohnern deutlich. Außerdem will er die Verwaltung auffordern, Vorschläge zu unterbreiten, wie der holprige Fuß- und Radweg zwischen Bahnübergang und Wittekindstraße mit den vielen dicken Baumwurzeln ausgebessert werden könnte.

 

Anwohner der Urneburger Straße wie Eckhard Eifler und Karl Zinnhart erklärten, dass eine Querungshilfe vor allem für die vielen Schüler aus dem Bereich Urneburg, die über den Schlattenweg zur Schule beziehungsweise wieder zurück nach Hause fahren, unbedingt notwendig sei. Die Argumentation, sie könnten den sicheren Weg beim Kreisel nutzen, würden beide nicht gelten lassen. Denn bis dahin würden die Radler gar nicht fahren. Sie würden stets im Einmündungsbereich Schlattenweg die Straße queren, so die Beobachtung der Anwohner. Das sei zum Teil aber sehr gefährlich, weil sich nicht nur das Verkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren immens erhöht habe. Es seien auch zahlreiche Kraftfahrer viel zu schnell unterwegs. Eine Querungshilfe könne dazu dienen, dass dort das Tempo gedrosselt werde. Das sahen die Sozialdemokraten genau so.

Verwaltung will noch einmal recherchieren

Die SPD-Fraktion hatte laut Brakmann bereits vor Jahren eine Querungshilfe gewollt. Die sei aber nicht zustande gekommen – unter anderem wegen des Hinweises auf einen Weg beim Kreisel. Dazu sagte Fachbereichsleiter Peter Meyer auf dk-Nachfrage: „Wir werden noch einmal genau recherchieren, warum das Projekt nicht verwirklicht worden ist.“ Er könne sich aber vage erinnern, dass es damals zwingende Gründe gegeben habe.

Holpriger Fuß- und Radweg wegen Baumwurzeln

Handlungsbedarf ist nach Angaben der Anwohner und der SPD-Fraktion auch beim Fuß- und Radweg zwischen Bahnübergang und Wittekindstraße gegeben, der in beiden Richtungen für Radler nutzbar ist. Dort ist es hinter den acht Ahornbäumen nicht nur sehr eng. Es gibt gerade für Menschen, die mit Rollator oder im Rollstuhl unterwegs sind, große Stolperstellen durch die dicken Wurzeln. Brakmann hofft auf Vorschläge der Gemeindeverwaltung, hätte aber auch schon eine Idee: Man könne den Wurzelbereich möglicherweise mit kleinen Stahlkonstruktionen überbauen.

Bäume sollen nicht gefällt werden

Die Bäume sollen nach Ansicht der SPD-Fraktion auf jeden Fall erhalten bleiben. „Die sind ortsprägend“, hieß es seitens der SPD. Und auch für Fachbereichsleiter Meyer gibt es keinen Grund zum Fällen: „Die Bäume sind vital und in Ordnung.“

Eine Verbreiterung des Weges scheint auch kaum möglich, weil es keine Einigung mit den Anliegern der fünf Grundstücke in diesem Bereich gebe. Ihnen war laut Meyer schon einmal angeboten worden, ein bis zwei Meter Land abzukaufen, um dort einen vernünftigen und sicheren Weg anlegen zu können. Das sei aber abgelehnt worden – wohl nicht zuletzt deshalb, weil die direkten Anwohner für einen neuen Fuß- und Radweg beitragspflichtig wären.