Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ortsverein lädt zu Infoabend ein Windpark in Hengsterholz soll in die Höhe wachsen

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 25.03.2016, 10:19 Uhr

Einen rund 20 Jahre alten Windpark in Hengsterholz will die Projekt GmbH mit Sitz in Oldenburg bald mit 200-Meter-Anlagen aufrüsten. Einen Infoabend dazu veranstaltet der Ortsverein Hengsterholz-Havekost am Mittwoch, 30. März.

Seit fast zwei Jahrzehnten drehen sich die sechs Windräder von jeweils 100 Metern Höhe im Windpark südwestlich von Hengsterholz auf Ganderkeseer Gebiet, direkt an der Grenze zur Gemeinde Dötlingen. Jetzt will die Oldenburger Projekt GmbH die in die Jahre gekommenen Mühlen abbauen und durch neue ersetzen.

Im Rahmen des sogenannten „Repowering“ sollen die sechs „kleinen“ Mühlen durch drei 200-Meter-Windkrafträder ersetzt werden.

Keine Einwände

„Wir haben prinzipiell nichts gegen die neuen Anlagen“, gab Karl-Heinz Meier, 1. Vorsitzender des Ortsvereins Hengsterholz-Havekost, die Stimmung in seinem Verein wieder. Doch das müsse ja nicht unbedingt die Meinung aller Dorfbewohner von Hengsterholz und Havekost sein. Zumal unmittelbar nebenan, aufseiten der Gemeinde Dötlingen, ebenfalls ein neuer Windpark mit zwölf Großanlagen entstehen soll.

Infoabend

Darum lädt der Ortsverein alle interessierten Bürger am Mittwoch, 30. April, um 20 Uhr zur Vorstellung der Pläne ins Feuerwehrhaus nach Havekost ein.

Vertreter des Generalunternehmers Projekt GmbH, der die Anlage für die Betreiberin des Parks, die PWG GmbH & Co. Bürgerwindpark Hengsterholz KG aufrüsten soll, werden an diesem Abend das „Repowering“ vorstellen.

Die Dimensionen der drei geplanten Windenergieanlagen des dänischen Herstellers Vestas muten gewaltig an.

An den rund 200 Meter in die Höhe ragenden Masten sollen sich Rotoren mit einem Durchmesser von 117 Metern drehen, erläuterte Projektleiter Albrecht Beckmann das Vorhaben, das noch nicht genehmigt ist.

„Das Verfahren liegt noch beim Landkreis Oldenburg, da das Einvernehmen der Gemeinde Ganderkesee für den Bauantrag derzeit aussteht“, berichtete Ganderkesees Gemeindeentwicklungsleiter Peter Meyer. Das Thema werde nach Ostern zunächst auf die Tagesordnungen der zuständigen Fachausschüsse kommen. Ginge alles glatt, könnte die Projekt GmbH ihr Vorhaben noch 2016 realisieren, vermutete Meyer.