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Ortsverein wird 50 Jahre alt Wassergymnastik boomt bei der Awo in Bookholzberg

Von Dirk Hamm | 18.07.2017, 18:55 Uhr

Die Wassergymnastik ist der große Magnet, und auch das Bingo ist der Renner: Das Veranstaltungsprogramm der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bookholzberg hält eine Reihe sehr unterschiedlicher Angebote parat.

Dazu gehören etwa auch Spiele-, Sing- und Klönnachmittage, das Internet-Café sowie Tagesausflüge, und je nach Saison wird gemeinsam Spargel gegessen oder gegrillt. Ein nicht alltäglicher Termin ist für Sonntag, 10. September, 11 Uhr, im Kalender notiert: Mit einem Empfang im Gasthaus Schwarzes Ross feiert der Awo-Ortsverein Bookholzberg sein 50-jähriges Bestehen.

Dabei liegt das offizielle Gründungsdatum im Frühjahr, denn am 1. April 1967 fand im Stedinger Hof in Bookholzberg die Gründungsversammlung statt. Der Gründungsvorsitzende hieß Paul Schoske.

Positive Entwicklung bei Mitgliedern

Als einer der Nachfolger führt Holger Dienst die Geschicke des Ortsvereins. Mit der Mitgliederentwicklung ist er zufrieden: „Der Trend ist positiv.“ Seit seinem Amtsantritt im Jahr sei die Mitgliederzahl von rund 160 auf knapp 180 gestiegen.

Hauptsächlich für diese Entwicklung verantwortlich ist laut dem Vorsitzenden die Wassergymnastik mit fünf Gruppen, die sich montags und dienstags im Wohnpark Am Fuchsberg treffen. „Bei der Wassergymnastik haben wir eine Warteliste“, sagt Dienst. Abgerundet wird das sportliche Segment des Awo-Programms durch eine Gymnastikgruppe, immer dienstags von 10 bis 11 Uhr wird im Berufsförderungswerk die Beweglichkeit trainiert.

Gesellige Angebote gegen die Vereinsamung

Zwar ist das Awo-Programm laut Dienst ausdrücklich „nicht nur für Senioren“ gedacht, dennoch bildet der Seniorenkreis einen Schwerpunkt der Aktivitäten des Ortsvereins in Bookholzberg. „Wir haben einen Grundstock von älteren Menschen, die mittwochs und bei den Fahrten regelmäßig dabei sind. Für viele ist der Mittwochnachmittag ein wichtiger Termin, um miteinander zu kommunizieren“, berichtet Holger Dienst. Das regelmäßige gemeinsame Singen oder Klönen sei gerade für Alleinstehende von hohem Wert, die im Alter zu vereinsamen drohen.

Seit zwei Jahren in neuen Räumlichkeiten

Treffpunkt für die Mittwochsveranstaltungen, aber auch andere Gruppen außerhalb der Awo ist die Awo-Begegnungsstätte im Gebäude der Schule an der Ellerbäke. Hier nutzt der Ortsverein seit zwei Jahren einige zum Ammerweg hin gelegene Räumlichkeiten. Zuvor lag seine Heimstätte über Jahrzehnte im Renken-Haus. 2015 benötigte die Gemeinde diese Räume zur Unterbringung von Flüchtlingen.

„Das Haus lag zentral, und wir hatten dort eine eigene Küche, das war schon ein Vorteil“, sagt Dienst. Aber man habe sich mit der neuen Situation arrangiert, und: „Von den Räumen her haben wir uns sogar verbessert.“