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Parkplätze an der Autobahn 1 Parkplatznot an der Autobahn 1 wird abgebaut

Von Reiner Haase | 18.12.2018, 15:41 Uhr

Zwischen den Autobahndreiecken Stuhr und Ahlhorn werden Park- und Rastplätze ausgebaut. Weit fortgeschritten sind die Arbeiten im Delmetal bei Prinzhöfte.

„Voll im Zeitplan“ heißt es auf den zurzeit für Bauarbeiten gesperrten Autobahn-1-Parkplätzen im Delmetal im Bereich der Gemeinde Prinzhöfte. „Die Endphase der Fertigstellung ist erreicht. Die Parkplätze werden wahrscheinlich im April oder Mai 2019 fertig“, berichtet Joachim Delfs, der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg. Das ist ziemlich genau das Zieldatum, das beim Beginn der Bauarbeiten im Sommer dieses Jahres genannt worden ist.

Mehr Platz für Lastwagen

Künftig wird es im Delmetal in Fahrtrichtung Osnabrück und Bremen Parkflächen für jeweils 50 Lastwagen, zwei Busse und 30 Personenwagen plus zwei Stellplätze für Behinderte und einen Haltestreifen für Schwer- und Großraumtransporte geben. Beiderseits der Autobahn wird es ein WC-Haus geben. Bisher war die Platzkapazität Richtung Bremen nach Ankunft von 20 Personenwagen und zwei Lastwagen erschöpft, und Richtung Osnabrück wurde die Fläche als Lagerplatz für die Autobahnmeisterei genutzt.

Nächster Auftrag vergeben

Im knapp 60 Kilometer langen Autobahnabschnitt zwischen den Dreiecken Stuhr und Ahlhorn geht der Bau zusätzlicher Parkplätze vor allem für Lastwagen gleich im Anschluss zügig weiter. Im Bereich Ahlhorn werden die kleinen unbewirtschafteten Parkplätze „Engelmanns Bäke“ in etwa auf die Größe der Parkplätze „Delmetal“ gebracht. „Für die Anlage Fahrtrichtung Osnabrück haben wir gerade den Auftrag vergeben“, berichtet Behördenleiter Delfs. Der Auftrag für die Anlage in Fahrtrichtung Bremen werde in Kürze vergeben. Die Anlagen sollen Ende 2019/Frühjahr 2020 eingeweiht werden.

Windrad bremst Pläne aus

Auch für die kleinen Parkplätze nahe dem Kiekutsee am Stuhrer Dreieck gibt es Ausbaupläne. „Richtung Osnabrück könnten die Bauarbeiten im Frühjahr 2019 beginnen“, kündigt Delfs an, „in Richtung Bremen stocken die Planungen.“ Es gebe Nachbarschaftsprobleme mit einer Windkraftanlage. „Wegen möglichen Eiswurfs von den Rotorblättern müssen Mindestabstände eingehalten werden“, erläutert Delfs.

Runderneuerte Raststätten

Ebenfalls fest eingeplant ist die grundlegende Umgestaltung der Rastanlagen Wildeshausen-Nord und -Süd. Vorgesehen sind kompakte Raststätten nach dem Muster der Raststätte Grundbergsee: kürzere Wege für die Gäste, einfachere Betriebsabläufe und mehr Platz für parkende Fahrzeuge ohne Mehrbedarf an Fläche. Auf der Rastanlage Wildeshausen-Nord sollen künftig 77 statt bisher 25 Lastwagen abgestellt werden können und auf der Rastanlage Wildeshausen-Süd 47 statt 25. Die Kapazitäten für Personenwagen sollen eingedampft werden, nördlich der Autobahn von 90 auf 76 Stellplätze und südlich von 100 auf 54 Stellplätze.

Klärende Gespräche laufen

„Es sind noch planerische Probleme zu bewältigen“, stellt Behördenleiter Delfs klar. Er kündigt ein klärendes Gespräch an, in dem auch die Belange des Besitzers Tank & Rast sowie der Tankstellen-und Gastronomiepächter zu berücksichtigen seien. Unter einen Hut zu bringen sind Umbau-, Abriss- und Neubauarbeiten bei laufendem Betrieb in Provisorien. Der Behördenleiter rechnet damit, dass 2020 oder 2021 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. „Es handelt sich um sehr große Tätigkeiten. Die Nord- und die Südseite werden nacheinander abgearbeitet“, sagt Delfs voraus.