Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Personalknappheit Ganderkeseer Verwaltung buhlt um Fachkräfte

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 06.12.2016, 07:34 Uhr

Längst spüren auch Verwaltungschefs in der Region den Druck, geeignetes Personal einzustellen oder zu halten: Die Gemeinde Ganderkesee wirbt inzwischen sogar auf Facebook um Fachkräfte.

Mehr Mitarbeiter wurden vor allem für Kitas, Schulen und Flüchtlingsarbeit benötigt. 2016 erfolgten viele Einstellungen auch zur Schwangerschaftsvertretung.„Der Arbeitsmarkt ist in vielen Bereichen aufgrund von Personalmangel angespannt“, bestätigt Ganderkesees Gemeindesprecher Hauke Gruhn.

Personalgewinnung als wachsende Herausforderung

Vor diesem Hintergrund sei es auch für die Gemeinde Ganderkesee eine wachsende Herausforderung, frei werdende oder neu geschaffene Stellen mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen.

Verwaltung will Ausbildung verstärken

Im Bereich der allgemeinen Verwaltung soll darum die Ausbildung verstärkt werden. „Künftig sollen drei statt zwei Auszubildende jährlich ihre Ausbildung beginnen“, so Gruhn.

Personaloffensive

Fachdienstleiter Matthias Meyer, zuständig für Personal, betont, dass zur Personaloffensive auch das Angebot einer Weiterqualifizierung für höhere Aufgaben gehört.

Die Gemeinde sei als Arbeitgeberin attraktiv, ist Meyer sich sicher: „Der einzelne Beschäftigte kann sich individuell mit all seinen Fähigkeiten einbringen und wird auch noch wahrgenommen.“

393 Menschen arbeiten bei der Gemeinde

Insgesamt hat die Gemeinde Ganderkesee zurzeit 393 Beschäftigte – Auszubildende, Angestellte und Beamte. Im Rathaus und in der regioVHS arbeiten derzeit 151 Mitarbeiter, Personalaufstockungen waren in den letzten Jahren vor allem in den Bereichen Kitas, Schulen und Flüchtlingsarbeit notwendig.

Zudem habe die Verwaltung der selbstständigen Gemeinde weitere Aufgaben vom Landkreis übernommen, erläutert Gruhn.

50 Einstellungen

In Ganderkesee lag die Zahl der Bewerberverfahren in diesem Jahr bislang mit 50 deutlich höher als im Vorjahr mit rund 30 Bewerberverfahren.

„Viele Stellen wurden als Schwangerschaftsvertretungen aber nur befristet ausgeschrieben“, so Meyer. Gerade im Kitabereich sei es schwer, diese Stellen kurzfristig und adäquat zu besetzen. Bei unbefristeten Stellen sehe es noch besser aus.

Kitabereich ist personalintensiv

Das Problem, im Kitabereich geeignetes Personal zu bekommen sei, dass die Verwaltung die Ausbildung von Erziehern und Sozialassistenten nicht fördern könne. „Es handelt sich um schulische Ausbildungen“, erläutert Gruhn.

Werbung auf Facebook

Um ihren Personalbedarf zu decken, geht die Verwaltung nun innovative Wege: In der Ganderkeseer Facebook-Gruppe wirbt sie gerade für eine offene Stelle im Bürgerbüro des Rathauses.